Grundlagen der Vererbung 3. Mendelregel: Merkmale vererben sich unabhängig voneinander In weiteren Versuchen kreuzte Mendel Erbsenpflanzen, die sich in zwei Merkmalen unterschieden: gelbe, runde Samen (GGRR) mit grünen, runzeligen Samen (ggrr). Er wollte herausfinden, ob diese beiden Merkmale zusammen vererbt oder unabhängig voneinander an die Nachkommen weitergegeben werden. Die Nachkommen der F1-Generation waren alle gelb und rund. Sie hatten die Genkombination GgRr – also jeweils eine dominante (G, R) und eine rezessive (g, r) Variante. Die F1 war in Bezug auf beide Merkmale mischerbig, aber im Aussehen einheitlich. Mendel überlegte, welche Geschlechtszellen die F1 bilden kann. Wenn die Vererbung unabhängig erfolgt, sind vier Kombinationen möglich: GR, Gr, gR und gr. Tatsächlich zeigte die F2-Generation eine Aufspaltung in verschiedene Kombinationen von Samenfarbe und -form – genau wie es die Theorie der unabhängigen Vererbung vorhersagt. Das Ergebnis ist in Abbildung 45 dargestellt. Diese Beobachtungen Mendels bildeten die Grundlage für die Unabhängigkeitsregel ( Abb. 26). Kreuzt man zwei Individuen, die sich in mehr als einem Merkmal voneinander unterscheiden, werden die Erbanlagen dieser Merkmale unabhängig voneinander vererbt. Dies führt zu Neukombinationen der Merkmale in der F2 (Entstehung neuer Sorten). Die Unabhängigkeitsregel wurde nachträglich korrigiert Die 3. Mendelregel wurde 1906 präzisiert: Nur Gene auf verschiedenen Chromosomen werden unabhängig vererbt. 23 Kreuzungsschema zur 1. Mendelregel 24 Kreuzungsschema zur 2. Mendelregel 25 Kreuzungsschema zur 3. Mendelregel G = Allel für gelbe Samen g = Allel für grüne Samen R = Allel für runde Samen r = Allel für runzelige Samen 26 Unabhängigkeitsregel 3pn5r4 Animation: Mendelregeln 115 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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