Landwirtschaft im Wandel Landwirtschaft bedeutet die Nutzung von Boden, Pflanzen und Tieren zur Erzeugung von Lebensmitteln und anderen Produkten wie Wolle oder Leder. Sie umfasst unter anderem Ackerbau, Viehzucht, Milchwirtschaft, Obst- und Weinbau. In vielen Tälern und Becken Österreichs prägen große Ackerflächen das Landschaftsbild, in alpinen Gebieten hingegen Wiesen und Weiden. Während auf Äckern bestimmte Kulturpflanzen (zB Mais) angebaut werden, steht auf Weiden die Nutzung von Gras als Futter für Tiere im Vordergrund. Trotz dieser Unterschiede beruhen alle landwirtschaftlichen Flächen auf denselben ökologischen Grundlagen: Sie sind Agrar-Ökosysteme – ein Wirkungsgefüge aus Lebensraum und Lebensgemeinschaft. Pflanzen, Tiere, Mikroorganismen, Boden, Wasser und Klima stehen in Wechselwirkung. Pflanzen nehmen Wasser und Mineralstoffe aus dem Boden und Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre auf. Unter Einwirkung von Sonnenenergie bilden sie aus Wasser und Kohlenstoffdioxid Glucose und Sauerstoff, letzterer wird an die Umgebung abgegeben. Glucose dient als Ausgangsstoff für den Aufbau weiterer pflanzlicher Stoffe und damit die Bildung von Biomasse. Tiere nutzen diese als Nahrung, Zersetzer bauen organisches Material ab und setzen Mineralstoffe und Kohlenstoffdioxid frei. 1 Maisfelder sind Agrarökosysteme. 2 Rinder auf der Weide Weiden Grünland, auf dem man Vieh grasen (Weiden) lässt Agrar- ager (lat.) = Feld, Acker, Land; die Landwirtschaft betreffend 38 Landwirtschaft als Ökosystem Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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