Begegnungen mit der Natur 4, Schulbuch

Landwirtschaft im Wandel Landwirtschaftlich unbedeutend – ökologisch wertvoll Auf mineralstoff- und humusarmen Böden entwickeln sich Magerwiesen. Da nur wenige Mineralstoffe zur Verfügung stehen, wachsen die Pflanzen langsamer. Dadurch können sich viele verschiedene Arten nebeneinander entwickeln, ohne dass einzelne Arten alle anderen verdrängen. Magerwiesen zeichnen sich daher durch eine besonders hohe Pflanzenvielfalt aus. Zahlreiche Insekten finden dort Nahrung und Lebensraum. Für die landwirtschaftliche Nutzung sind Magerwiesen jedoch weniger ertragreich, da sie weniger Futter liefern als stark gedüngte Wiesen. Feuchtwiesen entstehen auf Standorten mit hohem Grundwasserspiegel oder regelmäßiger Überflutung. Der Boden bleibt dort lange nass, sodass nur Pflanzen wachsen, die an feuchte Bedingungen angepasst sind. Dadurch entstehen Pflanzengesellschaften, die sich deutlich von trockenen Wiesen unterscheiden. Auch viele Tiere, etwa Insekten, Amphibien und Vögel, sind auf diese Lebensräume angewiesen. Feuchtwiesen können zudem Wasser speichern und bei Starkregen zurückhalten und tragen so zum Hochwasserschutz bei. Häufiges Mähen oder das Befahren mit schweren Maschinen ist wegen der nassen Böden meist schwierig. Mager- und Feuchtwiesen zeigen besonders deutlich, wie stark Standortbedingungen und Art der Nutzung die Artenvielfalt beeinflussen. Werden Magerwiesen stark gedüngt, wachsen einige wenige mineralstoffliebende Arten besonders schnell. Sie nehmen anderen Pflanzen Licht und Platz weg, sodass dort nur noch wenige Arten vorkommen – die Vielfalt nimmt ab. Auch die Entwässerung von Feuchtwiesen führt zum Verschwinden typischer Feuchtwiesenarten, die Artenvielfalt nimmt ab. Setze die passenden Buchstaben bei den richtigen Tieren ein: A Assel, B Blaumeise, C Feldspitzmaus, D Gelbe Wiesenameise, E Gemeiner Grashüpfer, F Kreuzspinne, G Marienkäfer, H Maulwurf, I Regenwurm. Du bist dran! 24 Der Stockwerksbau der Wiese (Schema; die Größenverhältnisse der Tiere zueinander entsprechen nicht der Wirklichkeit) Bodenschicht Streuschicht Blütenschicht Blatt- und Stängelschicht 25 Das Wollgras besiedelt feuchte Standorte. 26 Das Breitblättrige Knabenkraut, eine Orchideenart, wächst auf Mager- und Feuchtwiesen. 47 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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