Begegnungen mit der Natur 4, Schulbuch

Begegnungen mit der Natur – verantwortungsvoller Konsum 1. Zwei verschiedene Tomaten: eine Tomate stammt aus einer regionalen, biologischen Landwirtschaft in Österreich, die andere aus einer industriellen Landwirtschaft in Südamerika. Verfolge ihren Weg vom Anbau bis zu dir nach Hause und vergleiche sie in Hinblick auf ökologische (Umwelt, Ressourcenverbrauch, Transportwege) und soziale Kriterien (Arbeitsbedingungen, Einkommen der Arbeiterinnen und Arbeiter). Tipp: Nutze das untenstehende Schema als Hilfe (Anbau  Verarbeitung  Transport  Verkauf  Konsum). 2. Obst und Gemüse, das in der deiner Region und zur aktuellen Jahreszeit geerntet wird, gilt als nachhaltiger und umweltfreundlicher. Begründe diese Annahme und nenne Auswirkungen der Saison und Herkunft auf den Energieverbrauch, den Transport und auf die Frische der Produkte. 3. Erstelle eine Liste mit möglichst vielen Produkten aus dem Lebensmittelgeschäft, für deren Herstellung Tomaten verwendet werden. Unterstreiche fünf Produkte, die du selbst ab und zu gerne isst, und gib an, ob und wie du beim Einkauf das Herkunftsland erkennen kannst. Du bist dran! Anbau und Verarbeitung von Tomaten schaffen viele Arbeitsplätze. Mit bewusstem Einkauf kannst du Betriebe unterstützen, die auf gute Arbeitsbedingungen achten. Fair-Trade-Gütesiegel können bei der Produktwahl unterstützen. Auf Märkten werden häufig regionale Produkte angeboten. Tomaten aus fernen Ländern müssen über lange Strecken transportiert werden. Transport Tomaten reisen oft weit: Vom Anbau über Lagerung, Verarbeitung, Verpackung und Handel bis zu uns nach Hause. Der Transport mit Lkw, Schiffen oder sogar Flugzeugen benötigt viel Energie und verursacht Treibhausgase wie CO2. Durch den Kauf regionaler Produkte können lange Transportwege vermieden werden – zudem sind die Tomaten meist frischer und schmecken besser. Soziales/Arbeitsplätze Die Landwirtschaft bietet vielen Menschen Arbeit und Einkommen. Lohn und Arbeitsbedingungen sind allerdings von Land zu Land und Betrieb zu Betrieb unterschiedlich. In manchen Ländern verdienen Arbeiterinnen und Arbeiter kaum genug zum Leben. Mit dem Kauf von regionalen und Fair-Trade-Waren wird sichergestellt, dass die Produkte nicht aus solchen Betrieben stammen. Fair Trade (engl. = „gerechter Handel“) bedeutet, dass Produzentinnen und Produzenten in ärmeren Ländern faire Preise erhalten, sichere Arbeitsbedingungen haben und Umweltstandards eingehalten werden. 69 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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