Begegnungen mit der Natur 4, Schulbuch

Leben in Siedlungsräumen Das Umweltbewusstsein nimmt zu Umweltfreundlicher Verkehr ist in Europa ein wichtiges Ziel der Verkehrs- und Klimapolitik. Straßen und Verkehr sollen so gestaltet werden, dass weniger Abgase, Lärm, Treibhausgase und Flächenverbrauch entstehen. Einige Städte in Europa zeigen, wie das funktionieren kann. So werden beispielsweise In Barcelona sogenannte Superblocks geschaffen. Mehrere Häuserblöcke werden zu einem Viertel zusammengefasst, in dem kaum Autos fahren dürfen. Stattdessen gibt es viel Platz für Fußgänger, Radfahrer, Spielplätze und Grünflächen. So werden Lärm und Abgase verringert, und die Lebensqualität steigt deutlich. In Brüssel gilt in fast der ganzen Stadt Tempo 30. Das macht die Straßen sicherer, senkt den Verkehrslärm und verbessert die Luftqualität. Außerdem wird so das Gehen und Radfahren attraktiver. Auch in vielen österreichischen Städten werden Straßen grüner gestaltet, Radwege sicherer und öffentliche Verkehrsmittel gefördert. In Wien werden Fußwege verbreitert, Busse und Straßenbahnen erhalten eigene Spuren und es gibt Bereiche, in denen Autos nur langsam fahren dürfen. Auch in Salzburg, Graz, Linz, Klagenfurt und Innsbruck entstehen autofreie Zonen, Begegnungszonen und Park & Ride Angebote, um mehr Menschen vom Auto auf Bus, Bahn oder Fahrrad umzusteigen. Ziel all dieser Maßnahmen ist es, den Autoverkehr zu verringern und mehr Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder zu Fuß zurückzulegen. Dadurch sinken Lärm, Luftverschmutzung und Flächenverbrauch, und die Lebensqualität in der Stadt steigt. 25 Öffentliche Verkehrsmittel wie Straßenbahnen und Busse nutzen den Platz in der Stadt viel effizienter als Pkw. Weniger Autos bedeuten weniger Staus, weniger Luftverschmutzung und mehr Platz für Fußgänger, Radfahrer oder Grünflächen. = rund 350 PKWs = 450 Personen 2 lange Straßenbahnen = 450 Personen = 4 Gelenkbusse = 450 Personen = 6 normale Busse = 450 Personen 26 „Superblocks“ in Barcelona, Autos dürfen nur eingeschränkt fahren, der freigegebene Raum wird für Fußgänger, Radfahrer, Spielplätze, Sitzbänke und Grünflächen genutzt. 27 In Graz und vielen anderen Städten werden Straßen grüner gestaltet. 1. Erörtere mit Hilfe von mindestens drei gut begründeten Argumenten die Vorteile öffentlicher Verkehrsmittel gegenüber dem PKW in der Stadt. 2. Erörtere Möglichkeiten der Gestaltung einer Stadt, damit mehr Menschen den öffentlichen Verkehr nutzen. Du bist dran! 79 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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