Begegnungen mit der Natur 4, Schulbuch

Leben in Siedlungsräumen Müllvermeidung beginnt im Alltag Am sinnvollsten ist es, Müll von vornherein zu vermeiden. Das beginnt schon beim Einkaufen. Wer nur das kauft, was wirklich benötigt wird, spart Geld und vermeidet Abfall. Umweltfreundlicher sind Produkte mit wenig Verpackung, Mehrwegverpackungen oder wiederbefüllbaren Behältern. Obst, Gemüse oder Brot können oft lose gekauft werden. Für manche Lebensmittel lassen sich Stoffbeutel, Jausenboxen oder andere mitgebrachte Behälter verwenden. Auch langlebige Produkte helfen, Müll zu vermeiden. Wer auf Qualität achtet, muss Dinge seltener ersetzen. Reparierbare Geräte sind besser für die Umwelt als billige Wegwerfprodukte. In Österreich werden Reparaturen von Elektrogeräten teilweise auch staatlich gefördert (Stand 2026). Lebensmittel nicht verschwenden Auch bei Lebensmitteln beginnt Müllvermeidung schon beim Einkauf. Wer Einkäufe plant und nur so viel kauft, wie tatsächlich gebraucht wird, wirft später weniger weg ( S. 64-65). Wer hungrig einkaufen geht, kauft oft mehr, als eigentlich nötig ist. Lockangebote wie „Nimm 3, zahl 2“ führen ebenfalls leicht dazu, dass zu große Mengen gekauft werden. So entstehen schneller Lebensmittelabfälle. Wiederverwenden oder gemeinsam nutzen Viele Dinge müssen nicht sofort entsorgt werden, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Sie können weitergegeben, getauscht, verkauft, gespendet oder repariert werden. Secondhandläden, Flohmärkte, Tauschbörsen und Reparaturcafés tragen dazu bei, Produkte länger zu nutzen. Gegenstände, die selten gebraucht werden, können auch ausgeliehen oder gemeinsam genutzt werden, etwa Werkzeuge oder Sportgeräte. Viele Alltagsgegenstände lassen sich außerdem weiterverwenden: Gläser können zum Aufbewahren dienen, Kartons nochmals verwendet und Kleidung weitergegeben oder umgenäht werden. Wiederverwendung ist ökologisch besonders sinnvoll, weil ein Produkt weiter genutzt wird, ohne dass dafür neue Rohstoffe oder zusätzliche Energie nötig sind – eine Entlastung für Umwelt und Klima. Mülltrennung als Voraussetzung für Recycling Was sich nicht vermeiden oder wiederverwenden lässt, sollte richtig getrennt werden. Mülltrennung ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Stoffe wiederverwertet werden können. Nur wenn Abfälle sauber und getrennt gesammelt werden, können daraus neue Produkte entstehen. Wichtige getrennt gesammelte Stoffe sind Altpapier, Glas, Metalle, Kunststoffe sowie Bioabfälle aus Küche und Garten. Altpapier wird zu neuem Papier oder Karton verarbeitet, Altglas eingeschmolzen und zu neuen Flaschen oder Gläsern geformt. Metalle lassen sich gut recyceln und sparen dabei viel Energie. Auch Kunststoffe können teilweise wiederverwertet werden. Bioabfälle werden kompostiert oder in Biogasanlagen genutzt, sodass Stoffe und Energie in den natürlichen Kreislauf zurückkehren. Dabei gelangen Mineralstoffe in den Stoffkreislauf zurück; die gespeicherte Energie kann zum Beispiel als Biogas genutzt werden. 32 Lockangebote führen oft dazu, dass mehr gekauft, als benötigt wird. 33 Viele Geräte müssen nicht sofort ersetzt werden – oft ist eine Reparatur möglich. 34 Mülltrennung ist die Voraussetzung für Recycling. 81 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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