Zeitbilder 2, Schulbuch

119 ca. 500 n. Chr. ca. 1500 n. Chr. 10 Arbeite heraus, auf welchen Faktoren Reynettes Macht beruht. Nütze die Quelle M4 und die Ergebnisse deiner Recherche. (HOK II) 11 Formuliere Fragen an Reynette zu ihrem Leben und zu ihrem geschäftlichen Erfolg. Tauscht die Fragen untereinander aus und beantwortet sie. (HFK III) 12 Wählt in Kleingruppen jeweils eine Person aus der Collage auf den Seiten 102 bis 103 aus. Recherchiert Lebensdaten, Herkunftsland, Lebenslauf und Ämter, die diese Person ausübte, sowie die Staats- und Herrschaftsform ihres Landes. Fasst eure Informationen zusammen. Überprüft, wie vertrauenswürdig die von euch verwendeten Quellen sind. Gebt eure Quellen an. Gestaltet eine PowerPoint-Präsentation für die Klasse. (HMK III) M3 Die Fronarbeiten der Israeliten in Ägypten: Ein Buchmaler des 15. Jh. wollte für eine Bibelausgabe die Fronarbeiten der Israeliten in Ägypten darstellen – und malte, was ihm aus seiner österreichischen Heimat bekannt war. (Toggenburg-Bibel, oberösterreichische Buchmalerei, um 1411) M4 Reynette von Koblenz – eine jüdische Geldverleiherin im 14. Jh. Q Reynette kam mit ihrem Mann Leo, einem Geldverleiher, nach Koblenz, zu dessen Schuldnern sogar die Stadtgemeinde Andernach zählte, das heißt, er muss sehr viel Geld gehabt haben, das er gegen hohe Zinsen (Jahreszins: über 70%) verleihen konnte. So wurde das Ehepaar sehr wohlhabend. Da die Gemeinde Andernach die Schulden nicht in Geld zurückzahlen konnte, lieferte sie dem Ehepaar Wein, den dieses dann gewinnbringend verkaufte. Als Leo starb, führte Reynette das Geschäft allein weiter, allerdings verwendete sie bis zu ihrer zweiten Eheschließung noch das Siegel ihres ersten Mannes. Sie war sehr erfolgreich. Ihren zweiten Mann Moses, der aus Koblenz kam, heiratete sie weniger aus finanziellen Gründen, sondern eher, um ihr Ansehen in der Gesellschaft zu steigern: Eine verheiratete Frau galt mehr als eine Witwe und war rechtlich besser abgesichert. Sie war geschäftlich erfolgreicher als er, der sich auch „Moses, der Mann von Reynette“ nannte, um von ihrem guten Ruf zu profitieren. (nach: F. J. Ziwes, Jüdisches Frauenleben im späten Mittelalter: Reynette von Koblenz, 2005) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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