9 Empfehlungen für die Unterrichtsgestaltung auch der themenbezogene Wortschatz erweitert werden. Die Lernwörter sollen wie besprochen geübt und im Lernwörtertext unterstrichen werden. So begegnen die Kinder den Lernwörtern auch in einem Sinnzusammenhang; sie entdecken sie in Texten mit Bezug zu ihrer eigenen Lebenswelt. Nachdem diese Wörter rechtschriftlich gesichert sind, können sie zusammen mit dem erarbeiteten Wortschatz (aus der Wort- sammlung) in kleinen Texten selber angewendet werden. Verfassen von Texten: Um einen eigenen Text zum Thema verfassen zu können, bekommen die Kinder die Kopie (oder das Foto) der Wortsammlung und vergleichen diese abermals mit dem Wörterbild. Welche Wörter stehen am Bild? Welche Wörter sind uns selber dazu eingefallen? Welche Wörter sind für mich persönlich wichtig? Was möchte ich zum Thema erzählen? Die Anordnung der Wörter in der Wortsammlung regt zum vernetzten Denken an und hilft gleichzeitig beim Formulieren von Sätzen. Die Kinder erkennen jetzt, wofür sie die Wörter und Sätze geübt haben. Die Beschreibung einer Situation, wie sie am Wörterbild gezeigt wird, ermöglicht allen Kindern – vor allem dank der umfangreichen Wortangebote – das Formulieren eigener Texte. Die Kinder können selber entscheiden, ob sie die Bildsituation beschreiben (einfachere Variante) oder ob sie, angeregt vom Wörterbild, eigene Texte schreiben wollen, die in diesem Umfeld passieren könnten (schwierigere Variante). So arbeitet jedes Kind, seinen individuellen Lernvoraussetzungen entsprechend, an einem eigenen Text. Alle Texte sollen als individuelle schriftliche Äußerungen wertgeschätzt werden. Sie können in der Schule aufgehängt oder auf der Homepage veröffentlicht werden. Somit ist der Kreis von der Bildbetrachtung zur Textgestaltung geschlossen.
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