sprachreif, Schreibkompetenztraining 1: Argumentative und appellative Textsorten

10 1.2 — Bausteine erfolgreichen Schreibens nicht“, 11,5 Prozent „überhaupt nicht“. Nur 28,6 Prozent diskutieren im Unterricht gelegentlich den Wahrheitsgehalt von Online-Informationen, 5,3 Prozent häufig. Mit Eltern oder Mitschülern finden diese Gespräche etwas häufiger statt. 12,9 Prozent teilen gelegentlich bewusst falsche Informationen, 4,5 Prozent machen das öfter. Diese konkreten Zahlen liegen in Österreich noch nicht vor. Bei den im Pisa-Test erhobenen Kompetenzen in Lesen und Naturwissenschaften erreichen österreichische und deutsche Schülerinnen und Schüler aber beinahe die gleiche Punktzahl. In Mathematik waren die österreichischen Jugendlichen etwas besser. OECD-Bildungsdirektor Schleicher nimmt Schulen in die Pflicht Zur Verbesserung der Situation müsste man laut Schleicher vor allem in den Schulen ansetzen. Unter Lesekompetenz werde heute noch viel zu oft das Verarbeiten von Information verstanden, so der OECD-Bildungsdirektor. Während man früher die Inhalte von Schulbüchern einfach auswendig gelernt habe, müsse man heute Informationen auch hinterfragen. „Das ist also etwas, was in Österreich noch nicht so zur Geltung kommt.“ Der Anteil der Schülerinnen und Schüler, denen die Bewertung von Informationen leichtfalle, liege in Österreich deutlich unter dem OECD-Mittel. In Ländern wie Singapur, Irland und Dänemark können Jugendliche besonders gut mit Online-Informationen umgehen. Dort werde im Schulalltag auch oft behandelt, wie man Falschinformationen von echten unterscheiden könne. „Das wird in allen Schulfächern ernst genommen, dass man ein faktenbasiertes Weltbild schafft, dass man Informationen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, dass man sich kritisch mit verschiedenen Informationsquellen auseinandersetzt“, meinte Schleicher. Das sei auch wichtig in einer demokratischen Gesellschaft. Immerhin baue diese darauf auf, dass man Meinungen miteinander teile, bewerte und gemeinsam zu faktenbasierten Schlussfolgerungen komme. „Wenn dieses Wissen fehlt, dann hat das schon große Auswirkungen.“ Eine Studie an der Universität Berkeley kommt übrigens zu dem Schluss, dass es ratsam ist, Kinder nicht von Fake News abzuschotten, sondern sie bewusst damit zu konfrontieren. Damit ließe sich ihre natürliche Skepsis fördern. Und das, noch bevor sie überhaupt in die Schule kommen. Erwachsene trauen sich eher zu, Fake News zu erkennen Geht es um erwachsene Österreicherinnen und Österreicher, dann sind die in Sachen Fake News gefestigter als die Jugendlichen. Zumindest ihrer eigenen Meinung nach. Laut Eurobarometer-Studie aus dem Jahr 2022 zeigen sich 15 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sehr zuversichtlich, Desinformationen zu erkennen, 55 Prozent eher zuversichtlich. Damit liegen sie über dem EU-Schnitt. Auf die Frage, wie oft sie in den sieben Tagen vor der Befragung Fake News erkannt hätten, antworteten aber nur acht Prozent mit „sehr oft“ und 16 Prozent mit „oft“. Das wiederum liegt unter dem EU-Schnitt. (APA, miwi, 28.1.2025) quelle: Der Standard, 28.01.2025; abrufbar unter: https://www.derstandard.at/story/3000000254828/nur-44-prozent-derteenager-erkennen-fake-news; 08.04.2025, teilweise gekürzt 22 24 26 28 30 32 34 36 38 40 42 44 46 48 50 52 54 56 58 60 62 64 66 68 70 72 74 76 78 80 82 84 Kommunikationssituation/ Kommunikationsform/ Kommunikationsmedium Inhalt/Thema Absicht Handlungsbereich Gliederung Sprache Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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