107 5 — Beurteilung Beurteilung Die Beurteilung Ihrer Reife- und Diplomprüfungsarbeit muss sich an den gesetzlichen Vorgaben orientieren. Diese nennen vier Beurteilungsaspekte, die für die Benotung entscheidend sind: Inhalt, Textstruktur (= Gliederung), Ausdruck und Stil sowie die normative Sprachrichtigkeit (mit den Teilbereichen Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik). Diese gesetzlichen Vorgaben stehen in engem Zusammenhang mit den Merkmalen eines guten Textes: — Ein gelungener Text ist sachlich korrekt. — Ein gelungener Text lässt einen roten Faden erkennen – seine Teile werden also durch eine Gesamtidee zusammengehalten. — Ein gelungener Text verknüpft die Teile, aus denen er besteht, durch bestimmte sprachliche Mittel. — Ein gelungener Text schafft den Ausgleich zwischen zu viel und zu wenig Information für die Leserin/den Leser. — Ein gelungener Text lässt die Absicht der Schreiberin/des Schreibers erkennen. — Ein gelungener Text verwendet die Sprache (Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung) normgerecht und erleichtert damit der Leserin/dem Leser die Aufnahme des Textes. — Ein gelungener Text bietet optische Hilfestellungen für die Leserin/den Leser, z. B. mittels einer entsprechenden Absatzgestaltung. Die im ersten Absatz genannten Beurteilungsaspekte finden sich in der linken Spalte des Beurteilungsrasters: Inhalt, Textstruktur, Stil und Ausdruck sowie die normative Sprachrichtigkeit (mit Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik). Rechts davon stehen die aus den Merkmalen eines guten Textes abgeleiteten Kriterien dazu. Mit Kriterien sind Einzelleistungen gemeint, die den Blick der beurteilenden Lehrkraft auf bestimmte Qualitäten lenken. Diese sind in aufsteigender Qualität von links nach rechts angeordnet und füllen die Spalten drei bis sechs des Rasters. Beim Korrigieren liest die Lehrkraft Ihre Arbeit und bildet sich mithilfe dieses Beurteilungsrasters einen Eindruck von den Stärken und Schwächen des Textes. In einem nächsten Schritt überlegt sie, wo diese Einschätzung auf dem Beurteilungsraster am besten einzuordnen ist. Sie geht aus diesem Grund Kriterium für Kriterium durch und markiert die ihrer Meinung nach zutreffende Einschätzung. Anschließend beurteilt die Lehrkraft die Teilbereiche (Inhalt, Textstruktur (= Gliederung), Ausdruck und Stil sowie die normative Sprachrichtigkeit) einer Arbeit. Das entsprechende Kästchen findet sich auf dem Raster in der Zeile über den dazugehörigen Kriterien. Schließlich werden die Teilbeurteilungen in einer Gesamtbeurteilung zusammengeführt. Details können Sie im folgenden Dokument nachlesen: https://www.matura.gv.at/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=6826&token=27eb707b451005bddd8d60d954be55067e81ae00; 18.04.2025 5 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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