44 3.1 — Leserbrief Bewertung und Überarbeitung eines Leserbriefs Eine 16-jährige Schülerin hat den Artikel „18 Mio. Tonnen Müll vor Kanadas Küste“ in der Tageszeitung „Kurier“ zum Anlass genommen, sich zu dem Problem zu äußern, dass nach einem Tsunami 2011 in Japan ein Geisterschiff und Müll im Meer treiben. Lesen Sie den Leserbrief aus der Tageszeitung „Kurier“ vom 28. 03. 2012 (die unterstrichenen Sätze und Satzteile beziehen sich auf eine unten stehende Übung): Ich beziehe mich auf Ihren Artikel „18 Millionen Tonnen Müll vor der Westküste“ vom Montag, 26. März 2012, in dem Sie über die Müllbelagerung an der kanadischen Küste berichten. Ein Schiff, das mannschaftslos über das Meer treibt und keiner, der es haben will. Klar, wer will schon ein verrostetes altes Schiff? Verstehe ich vollkommen, was aber nicht heißt, dass es dort bleiben kann, wo es jetzt ist. Wer übernimmt die Bergungskosten? Japan ist schon angeschlagen genug durch den atomaren Unfall in Fukushima, was dem Ganzen aber immer noch nicht das Recht gibt, die 18 Tonnen einfach so zu ignorieren. Irgendwann wird es schon angespült werden. So geht das einfach nicht! Nicht nur, dass der Müll mehr als 100.000 Arbeitsplätze gefährdet und es unserer Umwelt schadet, wird kaum beachtet. Die Radioaktivität, die unweigerlich vorhanden ist, schadet genauso dem Wasser sowie allen Lebewesen, die sich darin befinden. Öle und giftige Stoffe, die aus kaputten Schiffen, Kühlschränken und generell im ganzen Müll enthalten sind, gelangen ins Wasser. Daran denken wir nicht, nur dass der Müll die Seefahrt behindern könnte. Denn wer schert sich um unsere Natur? Wir werden noch ganz schön dumm schauen, wenn wir weiterhin so sorglos mit unserer Umwelt umgehen. Alles, was ins Meer gelangt, kommt auch irgendwann wieder zurück. Svenja Elise Hons-Hübner, 16 Jahre 4271 St. Owald Wer schert sich um die Natur? 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 26 28 30 Lesen Sie den Artikel „18 Mio. Tonnen Müll vor Kanadas Küste“ nach: http://kurier.at/politik/18-mio-tonnen- muell-vor-kanadas-kueste/772.187; 08.04.2025 Beurteilen Sie, in welcher Qualität dieses Schreiben an die Zeitung die Anforderungen für die Textsorte „Leserbrief“ erfüllt. Kreuzen Sie die Ihrer Meinung nach richtige Beurteilung an. Ü9 a. Weniger gut erfüllt b. Erfüllt c. Sehr gut erfüllt Adressatinnen und Adressaten Man merkt nur in Ansätzen, dass der Text ein Anliegen an die Leser/ innen heranträgt, also ein Leserbrief ist. Man merkt deutlich, dass der Text ein Anliegen an die Leser/innen heranträgt, also ein Leserbrief ist. Der Text redet die Autorin/ den Autor des Ausgangstextes oder die Leser/ innen direkt an oder stellt Fragen oder bezieht die Leser/innen (z. B. mittels „wir“) ein. Inhalt Der Text informiert und argumentiert nicht zum Ausgangstext. Der Text bezieht sich auf den Ausgangstext, nennt das strittige Problem und führt Argumente dazu an. Der Text erfasst den Ausgangstext, nennt das strittige Problem und führt eigenständige Argumente dazu an. Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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