sprachreif, Schreibkompetenztraining 1: Argumentative und appellative Textsorten

43 3.1 — Leserbrief Vertrauen gewinnen und sie zu freizügigen Bildern bewegen. Müller fordert gesetzliche Regelungen, ähnlich dem Jugendschutzgesetz, damit Kinder nicht vor 14 Jahren unbeschränkten Zugang zum Netz haben. Die Lobby der Plattformen ist stark, aber sie dürfen nicht entscheiden, was Kinder zu sehen bekommen. quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 20.09.2024, abrufbar unter: https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/smartphone-nutzung-beikindern-warum-eltern-die-kontrolle-behalten-sollten-19980868.html; 20.09.2024, teilweise gekürzt 34 36 38 40 Verfassen Sie eine Antwort auf das folgende Posting: Harald Manfred Wir hatten zwar nie die Probleme mit den Inhalten. Dennoch finde ich die Handys bei Kindern hochproblematisch. Leider bleibt die Expertin eine Antwort schuldig, wie man dagegen angehen könnte. Momentan ist es einfach notwendig, damit die Schüler den sozialen Anschluss nicht verlieren. Wie kommt man da raus, was können Eltern und Schulen, was sollte der Staat tun. Spielen Sie dabei drei verschiedene Varianten durch. Wählen Sie aus folgenden Möglichkeiten und gestalten Sie die folgenden Gedanken inhaltlich und sprachlich aus. Schreiben Sie ungefähr 70 Wörter: — Man kann sowieso nichts tun, weil … — Die Expertin gibt schon einige Antworten, nämlich/und zwar/beispielsweise … — Die Expertin macht sehr wohl Vorschläge, allerdings/aber … — „Momentan ist es einfach notwendig, damit die Schüler den sozialen Anschluss nicht verlieren.“ Dieser Meinung kann ich mich (nicht) anschließen, weil … — „Wie kommt man da raus, was können Eltern und Schulen, was sollte der Staat tun.“ Ich denke … Bestimmen Sie im folgenden Posting jene Merkmale, die auch für einen Leserbrief zutreffen. Nennen Sie jene Merkmale, die für einen Leserbrief noch dazukommen müssten. Setzen Sie jene Textbausteine ein, die noch notwendig sind, und formulieren Sie jene Passagen um, die sprachlich verbesserungswürdig sind. Markus G. Bussmann Es ist eine allgemeine „Absprache“ unter den Kindern, dass sie ab der 5. Klasse fest mit einem Handy rechnen. Einige Eltern wollten pädagogisch wertvoll warten bis 14. und bekamen die Quittung: Das Gejammer und Genörgele kommt jeden Tag mit voller Wucht, irgendwann gibt man klein bei. Wenn die Kinder nicht in die Digitalsphäre eintreten können, fühlen sie sich auf unglaublich starke Weise ausgegrenzt. Weniger schlimm dagegen ist die Kontrolle durch Bildschirmzeit und Co. - WhatsApp hart reduzieren und Instagram wie TikTok auf jeden Fall technisch verbieten (bei Mädchen!). In unserem Falle ist der Missbrauch der Shorts von YouTube auch ein großes Problem, der umgangen wird. Wie die ganzen Kontrollmechanismen umgangen werden, ist eh faszinierend. Weil die Kinder schnell angefixed sind, belügen Sie einen auch gnadenlos. Eltern, die sagen, sie vertrauen ihren Kindern, haben aus meiner Warte heraus wirklich geschlafen: Handy ist wie kontrollierte Methadonabgabe, es geht immer wieder schief. Notieren Sie Ihre Gedanken zu der Aussage der ersten zwei Sätze. Schreiben Sie Ihre Gedanken zum dritten Satz auf. Wie der Herr, so’s Gescherr. Wenn man sieht, wie Eltern aber auch Ältere im Biergarten oder Im Café auf Ihre Handys starren und tippen und zu fast keiner Kommunikation fähig sind, sollte man sich nicht wundern. Die Verblödung wird sich fortsetzen. Ü6 Ü7 Ü8 Schreibaufgabe Verfassen Sie einen Leserbrief. Lesen Sie das Zeitungsinterview „Mit dem Handy bürden wir Kindern eine Last auf“ und die oben abgedruckten Postings. Verfassen Sie nun einen Leserbrief und bearbeiten Sie die folgenden Arbeitsaufträge: — Fassen Sie wesentliche Feststellungen der Digitalexpertin zusammen. — Erläutern Sie Ihre Meinung zu der Aussage „Mit dem Handy bürden wir Kindern eine Last auf“. — Erklären Sie, welchen Ausweg Sie aus der geschilderten Situation sehen. Schreiben Sie zwischen 270 und 330 Wörter. Markieren Sie Absätze mittels Leerzeilen. AUFGABE Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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