sprachreif, Schreibkompetenztraining 1: Argumentative und appellative Textsorten

56 3.2 — Erörterung sei, wenn man mit 18 Jahren noch zu Hause wohnt, hat man ein Problem, das einem das Leben richtig schwer machen kann. Nicht nur, dass man nicht genug Geld hat, um sich eine eigene Wohnung leisten zu können, verliert man möglicherweise noch den Bezug zu seinen Eltern, weil man sich wegen des Geldes häufiger streitet. Da ist es doch eigentlich viel einfacher, zu Hause zu bleiben, solange man selbst noch nicht genug Geld verdient, um sich eine Wohnung leisten zu können.“ (Sechster Absatz, Hervorhebungen von d. Verf.) Wichtige Teilkompetenzen für das Schreiben einer Erörterung Sie können … — einem vorgelegten Text notwendige Informationen entnehmen — jenes Sachwissen aktivieren, das Sie benötigen, um sich mit der Aufgabenstellung auseinanderzusetzen — das Sachwissen in Argumente umformen — die Argumente auf die Adressatinnen und Adressaten abstimmen — die Argumente angemessen gliedern — Ihre Gedanken entsprechend Ihrer Schreibabsicht formulieren. Erklärungen und aufbauende Übungen zur Textsorte Erörterung Begriffe klären Um Missverständnissen vorzubeugen, kann es notwendig sein, dass Sie am Beginn der Arbeit, in der Einleitung oder am Beginn des Hauptteils, wichtige Begriffe klären, sodass die Leserin/der Leser weiß, was Sie mit diesen Begriffen im Rahmen Ihrer Arbeit meinen. Folgende Möglichkeiten stehen Ihnen dazu zur Verfügung: — Wenn es die Umstände erlauben, können Sie einen Begriff sprachgeschichtlich erklären. Besonders hilfreich dafür ist das Duden-Herkunftswörterbuch. Stellen Sie sich eine Erörterung vor, in der es um den Wandel der Arbeit im Lauf der letzten Jahrhunderte geht. Sie finden unter dem Stichwort „Arbeit“ auf Seite 31 des oben genannten Wörterbuchs einen Eintrag, in dem es unter anderem heißt: „ Es [gemeint ist das Wort Arbeit] bezeichnete nun [gemeint ist die Zeit ab Martin Luther, also ab der Mitte des 16. Jhs.] die zweckmäßige Beschäftigung und das berufliche Tätigsein des Menschen. Das Wort bezeichnet außerdem das Produkt einer Arbeit.“ (S. 31) — Sie können eine Definition versuchen, die für das zu definierende Wort einen passenden Oberbegriff sucht und anschließend wichtige Merkmale nennt, die auf das zu definierende Wort (nicht) zutreffen: Arbeit ist eine Tätigkeit, die sowohl geistiger als auch körperlicher Natur sein kann … — Sie können den Begriff definieren, indem Sie einzelne Eigenschaften/Tätigkeiten nennen. Arbeit: bezahlte Erwerbstätigkeit; Tätigkeit, mit welcher der menschliche Lebensunterhalt bestritten werden kann; Produktionsfaktor… — Sie können den Begriff definieren, indem Sie ihn von seinem Gegenteil abgrenzen. Gegenteil von Arbeit: Arbeitslosigkeit, Müßiggang, Erholung, Entspannung, Urlaub, Spiel … Rufen Sie die Begriffe „Solidarität“, „Heimat“ und „Lernen“ in Wikipedia auf. Analysieren Sie, nach welchem der vorgestellten Modelle diese Begriffe dort definiert werden. Definieren Sie selbst folgende Begriffe: „Schule“, „Freiheit“, „Literatur“, indem Sie eine der vorgestellten Möglichkeiten der Begriffsklärung nutzen. Wiederholen Sie verschiedene Arten von Argumenten kennenlernen (siehe S. 26f.). Im Laufe der Jahrhunderte – das Argumentieren spielte ja bereits in der antiken Redekunst eine wichtige Rolle – haben sich verschiedene Typen von Argumentation herausgebildet: a) Verweis auf Tatsachen, Gesetze, allgemein anerkannte Werte, Normen und Erfahrungen Jugendliche in Österreich haben schon in sehr jungen Jahren Rauscherfahrungen. An der eindeutigen gesetzlichen Lage kann es nicht liegen, denn die am meisten verbreiteten alkoholischen Getränke Bier und Wein dürfen an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren nicht abgegeben werden. Kinder und Jugendliche dürfen diese Getränke auch nicht konsumieren, wenn sie ohne Erziehungsberechtigte unterwegs sind. quelle: https://www.bundeskanzleramt.gv.at/agenda/jugendschutz.html; 09.04.2025 Ü1 Ü2 Ü3 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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