61 3.2 — Erörterung Gliederungsübung für eine dialektische Erörterung: Im Rahmen eines Projektes zum Thema „Arbeitswelten“ sollen Sie sich mit den Vor- und Nachteilen der modernen Arbeitswelt auseinandersetzen. Eine Stoffsammlung führt Sie zu den unten angeführten Gedanken. Ordnen Sie diese in einer für die Aufgabenstellung angemessenen Form. Überlegen Sie, ob es vielleicht mehrere Möglichkeiten gibt, die Gedanken anzuordnen. Ü10 Gegenargumente einbinden Gegenargumente zum eigenen Standpunkt in die Erörterung einzubinden kann vor allem aus zwei Gründen notwendig und sinnvoll sein: — Im Rahmen einer linearen Erörterung kann die eigene Position dadurch gestärkt werden, dass ein möglicher Einwand gegen ein eigenes Argument zwar vorgebracht, aber anschließend widerlegt wird. — Im Rahmen einer kontroversen Erörterung müssen Argumente und Gegenargumente abgewogen werden. Um ein Gegenargument in die Argumentation einzubinden oder als Überleitung von der Pro- zur Kontra-Argumentation, eignen sich Verknüpfungswörter, die einen Gegensatz ausdrücken, wie „jedoch“, „trotzdem“, „freilich“, „dagegen“, „andererseits“, „demgegenüber“. Eine ähnliche Funktion haben folgende Wendungen: — „Den dargestellten Vorteilen dieser Entwicklung/dieses Zustands/der angestrebten Änderung stehen auch Nachteile gegenüber.“ — „Neben den erläuterten positiven Aspekten müssen auch die folgenden Nachteile dargelegt werden, die sich aus … ergeben können.“ — „Die Befürworter/innen des bestehenden Zustands werden einwenden, …“ — „Die Leserin/Der Leser könnte kritisch anmerken, …“ — „Diesem Argument ist entgegenzuhalten, …“ — „Allerdings muss man auch berücksichtigen, …“ Greifen Sie auf die Stoffsammlung zum Thema „Arbeitswelten“ zurück. Formulieren Sie ein Argument und schließen Sie daran ein Gegenargument an. Verwenden Sie dazu eine der oben angeführten Wendungen. Einleitung und Schluss formulieren Eine Erörterung zu verfassen bedeutet nicht nur, sich argumentativ mit einem strittigen Sachverhalt auseinanderzusetzen, es gilt auch, das Thema zu nennen, zur Aufgabenstellung hinzuführen und die Ergebnisse zusammenzufassen. Als Faustregel für die Formulierung der Einleitung kann gelten, dass sie aus drei gedanklichen Schritten bestehen sollte: dem Einleitungs- und Überleitungsgedanken sowie der Nennung der mit dem Thema verbundenen Aufgabenstellung. Ü11 Weniger berufliche Sicherheit Schwierigkeit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie Weniger Arbeitszeit als früher Mehr Aufstiegsmöglichkeiten Trennung zwischen Freizeit und Arbeit ist schwieriger Mehr persönliche Wahlmöglichkeiten Zunehmende psychische Belastung Höhere Löhne Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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