sprachreif, Schreibkompetenztraining 1: Argumentative und appellative Textsorten

96 3.6 — Empfehlung (keine SRDP-Textsorte) Schreibaufgabe Verfassen Sie eine Empfehlung. Situation: In Ihrer Schule wird gerade ein großes Projekt zur gesunden Ernährung durchgeführt. Ausgehend von den Empfehlungen der Klinik für Ernährungsmedizin in München verfassen Sie eine Empfehlung zur gesunden Ernährung, die für Schüler/innen der 5. oder 6. Schulstufe gedacht ist. Der Text soll anschließend als Projektbeitrag auf der Website Ihrer Schule erscheinen. Lesen Sie die Empfehlungen der Klinik für Ernährungsmedizin in München: Krebsprävention durch Ernährung. Verfassen Sie nun die Empfehlung und bearbeiten Sie dabei die folgenden Arbeitsaufträge: — Fassen Sie Kernaussagen des Ausgangstextes zusammen. — Erläutern Sie die von der Münchner Klinik zur Ernährungsmedizin herausgegebenen Empfehlungen zur richtigen Ernährung. — Appellieren Sie an Ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, auch bei der täglichen Schuljause die Ernährungsempfehlungen zu beherzigen. Schreiben Sie zwischen 405 und 499 Wörter. Markieren Sie Absätze mittels Leerzeilen. AUFGABE Lesen Sie folgenden Text: Viele Bestandteile unserer Ernährung wirken mit Blick auf die Krebsentstehung protektiv (schützend) oder kanzerogen (krebsfördernd). Weil trotz aller Fortschritte die Möglichkeiten der Krebstherapie begrenzt sind, spielt die Frage der Prävention eine große Rolle und in diesem Zusammenhang besonders das Thema Ernährung. Der World Cancer Research Fund und das American Institute for Cancer Research kommen zu der Einschätzung, dass eine gesunde Ernährung, verbunden mit körperlicher Bewegung und der Vermeidung von Übergewicht, die Zahl aller Krebsfälle um 30 bis 40 % vermindern kann. Obwohl es keine Ernährungsform gibt, mit der Krebs mit Sicherheit verhindert werden kann, und obwohl die Beweislage zu Zusammenhängen zwischen Ernährung und Krebs noch viele Lücken aufweist, lassen sich doch Ernährungsempfehlungen aufstellen, die das Risiko für eine Krebserkrankung wahrscheinlich senken. Es scheint, dass sich die positiven Effekte einzelner Nahrungsbestandteile addieren und zusammen das Krebsrisiko bestimmen. Empfehlungen zur Krebsprävention 1. Körpergewicht: Vermeiden Sie ein Über- aber auch ein Untergewicht. Die lebenslange Beibehaltung eines normalen Körpergewichtes (BMI bis 25) ist wohl die wirksamste Maßnahme zum Schutz vor Krebserkrankungen. 2. Körperliche Aktivität: Seien Sie mind. ½ – 1 Stunde pro Tag körperlich aktiv, z. B. schnelles Gehen. Schränken Sie sitzende Tätigkeiten wie Fernsehen ein. Ein aktiver Lebensstil beugt Übergewicht vor und senkt das Risiko der Krebsentstehung. 3. Mindestens 5 Portionen Gemüse und Obst pro Tag: Während des ganzen Jahres sollten Sie täglich mindestens 600 g bzw. fünf und mehr Portionen verschiedene Gemüse- und Obstarten verzehren. 4. Reichlich Getreideprodukte, Hülsenfrüchte und Kartoffeln: Ernährungsweisen, die gegen Krebserkrankungen schützen, bestehen aus überwiegend pflanzlichen Lebensmitteln. Essen Sie deshalb Getreideprodukte, Hülsenfrüchte und Kartoffeln, bevorzugt mit einem geringen Verarbeitungsgrad zu jeder Mahlzeit. Sie tragen als natürliche Ballaststoffquelle dazu bei, die Empfehlung von 30 g Ballaststoffe pro Tag zu erreichen. 5. Der Konsum von Alkohol kann nicht empfohlen werden: Empfehlungen zur Krebsprävention der Klinik für Ernährungsmedizin München: Krebsprävention durch Ernährung 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 26 28 30 32 34 36 38 40 42 44 46 48 50 52 54 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

RkJQdWJsaXNoZXIy MTA2NTcyMQ==