sprachreif, Schreibkompetenztraining 1: Argumentative und appellative Textsorten

103 4.1 — Ein Themenbereich – sechs Aufgabenstellungen zu den unterschiedlichen Textsorten Schreibaufgabe 1: Verfassen Sie einen Leserbrief. Situation: Sie lesen einen Bericht über geschlechtsspezifische Vorurteile im Kindesalter und reagieren darauf mit einem Leserbrief. Lesen Sie den Bericht Schon Sechsjährige meinen zu wissen, was man als Bub oder Mädchen besser kann aus der Tageszeitung Der Standard vom 12. Dezember 2024 (Text 6). Verfassen Sie nun den Leserbrief und bearbeiten Sie dabei die folgenden Arbeitsaufträge: — Geben Sie das in der Textbeilage dargestellte Untersuchungsergebnis kurz wieder. — Nehmen Sie dazu kritisch Stellung. — Verfassen Sie einen Appell im Sinn Ihres Anliegens. Schreiben Sie zwischen 270 und 330 Wörter. Markieren Sie Absätze mittels Leerzeilen. AUFGABE Schreibaufgabe 2: Verfassen Sie eine Erörterung. Lesen Sie den Bericht Schon Sechsjährige meinen zu wissen, was man als Bub oder Mädchen besser kann (Text 6) aus der Tageszeitung Der Standard, die beiden ministeriellen Informationstexte Girls’ Day (Text 1) und Der Boys’ Day für Burschen (Text 3) und studieren Sie die beiden Balkendiagramme der Wirtschaftskammer Österreichs zum Thema Die häufigsten Lehrberufe bei Mädchen/Burschen 2023 (Text 5). Verfassen Sie nun die Erörterung und bearbeiten Sie dabei die folgenden Arbeitsaufträge: — Beschreiben Sie, welche Berufe bzw. Studien laut dem Bericht der Tageszeitung sowie den Balkendiagrammen junge Menschen heutzutage vorwiegend wählen. — Diskutieren Sie die möglichen Vor- und Nachteile einer solchen Praxis bei der Wahl des Berufes bzw. Studiums. — Setzen Sie sich, ausgehend von Ihren bisherigen Überlegungen, mit der Sinnhaftigkeit des Angebotes eines Girls’ Day bzw. Boys’ Day auseinander. Schreiben Sie zwischen 540 und 660 Wörter. Markieren Sie Absätze mittels Leerzeilen. AUFGABE bei Burschen mehr Fähigkeiten im Fach Physik ortete. Auch im Bereich Mathematik waren die Ergebnisse der untersuchten Studien unterschiedlich. Manche zeigten nur minimale Kompetenzunterschiede in dem Fach an, andere sogar eine höhere Kompetenz von Mädchen in Mathematik. Die aktuelle Metastudie untersuchte somit auch mögliche Gründe für diese Differenzen. Eine Antwort ist etwa, dass sich Stereotype im Laufe der Kindheit verstärken oder abschwächen, je nachdem, ob sie stärker oder weniger stark mit verschiedenen Gemeinschaften und ihrem kulturellen Umfeld in Kontakt sind. Das unterschiedliche Durchschnittsalter der befragten Kinder in den Studien kann hier also zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Das Alter der Kinder ist jedenfalls ein wesentlicher Aspekt für die Wahrnehmung und die Behauptung von geschlechterspezifischen Zuschreibungen von Kompetenzen. Entwicklungsforscher:innen haben das Alter von fünf bis sechs Jahren als jenes mit der „höchsten Geschlechterstarrheit“ identifiziert. Deskriptive Stereotype („Wer ist gut in Mathe?“) verstärken sich in diesem Alter, aber auch zwischen dem zehnten und dem elften Lebensjahr. Laut Studienautor:innen hängt dies auch mit einem wachsenden Wissen über kulturelle Stereotype zusammen. quelle: https://www.derstandard.at/story/3000000249044/schon-sechsjaehrige-meinen-zu-wissen-was-man-als-bub-oder-maedchen-besser-kann; 18.04.2025 50 52 54 56 58 60 62 64 66 68 70 72 74 76 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

RkJQdWJsaXNoZXIy MTA2NTcyMQ==