111 Lösungen: S. 9 Ü1 Beispiel 1: journalistischer Text: Meldung oder Bericht; sachlicher Stil; Information thematisiert Wiederherstellung von Recht und Ordnung in einem konkreten Fall. Beispiel 2: Kaufvertrag; Schlüsselwörter: „verkaufen“ und „Versicherung“; zusammengesetzte Sätze sind in der Überzahl; Text informiert über verschiedene Aspekte rund um den Kauf/Verkauf eines Autos. Beispiel 3: Märchen; Beginn ist fast mit dem üblichen Beginn eines Märchens („Es war einmal“) identisch. Ü2 Typische Wörter und Wendungen: „Italientief“, „Schneeregen und Schneefall“, „im nördlichen Alpenvorland“, „bis in tiefe Lagen“, „im Osten“, „Schneefallgrenze“, „Seehöhe“, „Frü htemperaturen“, „Tageshöchsttemperaturen“ Ü3 Kommunikationssituation/Kommunikationsform/Kommunikationsmedium: Information über ein Ergebnis der PISA-Studie / schriftlicher Bericht / Tageszeitung gedruckt und online von Jugendlichen und Medien. Absicht: Kritische Darstellung des Verhältnisses von Jugendlichen und Medien; Der Artikel will über das mangelnde Bewusstsein junger Menschen für Fake News informieren und auf die Bedeutung von Medienkompetenz hinweisen. Gleichzeitig verlangt er, zu sensibilisieren und zur Reflexion anzuregen, wie Bildung dabei unterstützen kann, Desinformation besser zu erkennen. Handlungsbereich: Text hat öffentlichen Charakter. Gliederung: Einstieg mit aktuellen Statistiken zur Erkennung von Fake News durch Jugendliche in Österreich; Hauptteil: Darstellung der Problematik im Umgang mit Fake News – zuerst Ist-Zustand, anschließend Darstellung des Soll-Zustandes; Schluss: Appell zur Stärkung der Medienkompetenz in Schulen und zur Förderung eines faktenbasierten Weltbilds in der Gesellschaft. Sprache: Sachlicher Stil, viele Nomen aus dem Sinnbezirk „Medien und Bildung“: „Fake News“, „OECD-Studie“, „Medienkompetenz“, „Informationsbewertung“, „Informationsquellen“, „Bildungsdirektor“, „Eurobarometer-Studie“, „Schulalltag“, „Schülerinnen und Schüler“ …; Wechsel von kurzen und mittellangen Sätzen (Satzgefügen); Feststellungen und Aufforderungen dominieren als sprachliche Handlungen: „Nur 44 Prozent der Teenager erkennen Fake News.“, „Damit liegt Österreich im Vergleich mit anderen OECD-Staaten am Ende der Statistik.“, „Zur Verbesserung der Situation müsse man laut Schleicher vor allem in den Schulen ansetzen.“, „Das wird in allen Schulfächern ernst genommen, dass man ein faktenbasiertes Weltbild schafft […].“ Viele wörtliche und indirekte Zitate. S. 15 Ü4 analysieren: Textanalyse, Textinterpretation begründen: Leserbrief, Kommentar, offener Brief, Empfehlung, Erörterung, Meinungsrede wiedergeben: Zusammenfassung, Textanalyse, Textinterpretation, Leserbrief, Kommentar appellieren: Empfehlung, Leserbrief, offener Brief, Meinungsrede vergleichen: Erörterung, Textinterpretation S. 23 Ü6 Hauptsätze: Die Koffer waren gepackt (HS 1), und er reiste … ab (HS 2) Trennbare Verben: abreisen, herabtaumeln, vorangehen S. 25 Ü1 Streitpunkte: Welche Folgen haben bearbeitete Modelfotos? Sollen bearbeitete Modelfotos gekennzeichnet werden? Soll die Kennzeichnung verpflichtend oder freiwillig erfolgen? Bevormundet man die Konsumentinnen und Konsumenten? Wie weit prägt Werbung unsere Wertvorstellungen? Wann ist Werbung sexistisch? Ü2 Strittige Frage: Soll es eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht für Bildbearbeitung geben? S. 27 Ü5 Beispiel für a) Im Vergleich zu Frankreich ist das Sitzenbleiben in Österreich ein geringes Problem. Während in Frankreich 37 Prozent der 15-Jährigen mindestens einmal eine Klasse wiederholt haben, sind es in Österreich neun Prozent. (Studie einer EU-Kommission. QUELLE: https:// www.diepresse.com/634531/sitzenbleiben-oesterreich-international-immittelfeld#slide-1-1; 26.03.2026 b) Erziehung darf nicht zur Demütigung von Jugendlichen führen. Das Durchfallen ist aber mit Demütigung verbunden. c) Viele prominente Pädagogen halten das Sitzenbleiben für nicht mehr zeitgemäß. So meint auch die Universitätsprofessorin … d) Im Berufsleben wird es immer wieder Situationen des Scheiterns geben. Daher ist es völlig normal, dass auch in der Schule, die ja fürs Leben vorbereiten soll, Scheitern möglich ist. e) Ich denke nicht, dass Politker/innen das Sitzenbleiben nur deswegen abschaffen wollen, weil sie sich beim Wahlvolk beliebt machen wollen. Viele Schüler/innen und Eltern sind sehr wohl für die Beibehaltung des Sitzenbleibens. f) Sitzenbleiben garantiert noch lange nicht, dass im nächsten Jahr alles nachgelernt wird. g) Nicht alle, die erfolgreich die Schule absolviert haben, waren dann im Leben erfolgreich. Nicht alle, die sitzengeblieben sind, haben im Leben versagt. Sitzenbleiben sagt also über den späteren Erfolg im Leben nichts aus. S. 28 Ü6 Strittige Frage: Sollen die Gesetze so geändert werden, dass Fußgänger/innen auch bei Rotlicht die Straße überqueren dürfen? Ü7 + Ü8 Argumente: Nichtbeachtung des Rotlichtes als Unfallursache, hohe Opferzahl (a), Stadt Wien wirbt für Einhaltung des Rotlichts (c), falsche Vorbildwirkung für Kinder (b), keine Rechtssicherheit für Autolenker/innen, Gefahr für ältere Mitbürger/innen, Ampelschaltungen sollen aber überprüft werden (e). S. 30 Ü13 Natürlich braucht man als Konsumentin/als Konsument manchmal schnell ein Sackerl, aber es gibt umweltverträglichere Alternativen… Selbstverständlich sollte man Menschen nicht zwangsbeglücken, aber die Schule hat auch die Pflicht, die Kinder zu gesunder Ernährung zu erziehen … Zugegeben, die Einführung der täglichen Turnstunde ist mit Kosten für Räumlichkeiten und Lehrpersonal verbunden, die Gesundheit der Kinder sollte uns das jedoch wert sein … S. 31 Ü14 Reihung: zunächst, auch, außerdem, darüber hinaus, erstens, zweitens, nicht zuletzt, abschließend Steigerung: besonders Gegenüberstellung: aber, allerdings, kein … sondern S. 35 Ü17/18 Plädoyer: einige Passagen mit appellativem Charakter: „Die Stadt vom Auto befreien!“ (f) „Deshalb ist die Einschränkung … die einzige Möglichkeit … zurückzugewinnen.“ (g) „Wir müssen in allen europäischen Städten … reduzieren.“ (e) „Aber man muss auch die Autokanäle selbst reduzieren.“ (e) „Das Auto muss … gesehen werden.“ (d/e) S. 40 Ü1 Leserbrieftypen: d) – c) – b) – e) – a) S. 41 Ü2 Kinder und Jugendliche bewerten Körper anderer wie Produkte; über soziale Medien werden Fotos von Mitschüler:innen verbreitet und digitale Demütigungen geteilt; in erster Linie sind Mädchen betroffen, aber auch sie machen mit; die Kritik an Bodyshaming konnte diese Beschämungen kaum eindämmen; v.a. ab der zweiten und dritten Klasse der Sekundarstufe wird das Vergleichen und Bewerten anderer Körper mittels Tiktok zum Problem; Pädagog:innen können das nicht verhindern; sie können aber das Bewusstsein für die angerichteten Verletzungen schärfen, den schnellen Wandel von Schönheitsidealen und die Rolle der sozialen Medien aufzeigen. S. 43 Ü7 Merkmale, die auch für einen Leserbrief zutreffen: Es wird schriftlich und öffentlich auf ein medial publiziertes Thema reagiert. Das Posting richtet sich an den/die Verfasser:in eines Artikels und an die Leserschaft. Es will wie der Leserbrief in den Meinungsbildungsprozess eingreifen. Merkmale, die für einen Leserbrief dazukommen müssten: Das vorliegende Posting weist keine klare Gliederung auf. Da es unmittelbar auf einen davorstehenden Artikel reagiert, fehlt eine Einleitung, die klärt, auf welchen Artikel, auf welches Thema bzw. auf welchen strittigen Punkt sich die Ausführungen beziehen. Für einen Leserbrief muss für einen Leserbrief eine entsprechende Einleitung formuliert werden. Der „Hauptteil“ spricht viele Themen an, es fehlt ein klarer durchgehender Gedanke. Eine Art zusammenfassender Schluss-Satz ist vorhanden. Sprachlich verbesserungswürdig: fehlende Überleitungen und Verbindungswörter; unvollständige Sätze; Elemente mündlicher Sprache. S. 44–45 Ü9 Beurteilung Adressatinnen und Adressaten sehr gut erfüllt Inhalt sehr gut erfüllt Absicht sehr gut erfüllt Gliederungselemente textsortenspezifische Muster erfüllt Sprache erfüllt S. 48 Ü17 Topische Argumentation A) Unnötiges Thema e … B) Es geht um ein anderes Thema f … C) Das Thema ist nichts Neues h … D) Die Begriffe sind unklar r … E) Alle Beteiligten einbinden y … S. 51 Ü19 Thema: (Teilnahme an den) Nationalratswahlen 2013; Adressaten/-innen = Jungwähler/innen, Erstwähler/innen; Aufruf zur Teilnahme. S. 57 Ü4 Argumentationstypen: a) – b) – c) – d) S. 59 Ü9 Verknüpfungswörter: wenn, ob, Denn, Doch, Denn, so dass, wie, jedoch / Nur, Doch, wenn / Denn / Allerdings, denn / also, dann, wenn, während, Andernfalls, Denn, nicht nur, sondern auch / da, dass, Also, dass auch / aber dennoch, als, wenn, auch noch S. 61 Ü10 Gliederungsübung Arbeitswelten: Vorteile: weniger Arbeitszeit als früher – höhere Löhne – mehr persönliche Wahlmöglichkeiten – mehr Aufstiegsmöglichkeiten Nachteile: Trennung zwischen Freizeit und Arbeit ist schwieriger – weniger berufliche Sicherheit – zunehmende psychische Belastung – Schwierigkeit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie S. 68 Ü1 Sprachliche Muster im Beispieltext: „Es ist interessant …“ – „Man könnte also die Sache mit einem Achselzucken abtun …“ – einige rhetorische Stilmittel: z.B. Häufung: „… Anstrengungen von Lehrern, Sozialarbeitern, Psychologen und, ja, Eltern.“ – z. B. Trikolon/Klimax: „Wenn aber Lehrer und Eltern einander mit Klagen bekämpfen, mit Dienstaufsichtsbeschwerden und sogar mittels Pressekonferenzen …“ S. 69 Ü2/3 Kommentartyp: Standpunktkommentar: Text A und Text C – dialektischer Kommentar: Beispieltext und Text B S. 72 Ü8 Grammatikalische Muster „Für jene Eltern, die am Nachmittag lieber mit ihren Kindern über der Hausübung sitzen, könnten ja nach wie vor einige Halbtagsschulen bestehen bleiben. Als Auslaufmodell.“ a) „Kein Zweifel: Die Temperaturen sind seit 150 Jahren um etwas mehr als ein Grad angestiegen.“ d) „Dass eine Volksabstimmung darüber möglich ist, beweist die Schweiz.“ e) „Österreich ist eines der reichsten Länder der EU. Tatsache.“ b) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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