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Erziehung & Unterricht 2020 | 5+6

Themenschwerpunkt: Klang und Stimme im Unterricht – Kinder brauchen Musik

Ziel dieser Ausgabe ist es, den Blick für das Potenzial musikalischen Tuns im Rahmen der Möglichkeiten pädagogischen Handelns zu schärfen und in seiner großen Bandbreite für das Lernen in der Volksschule zu erschließen. Dabei wird auf aktuelle Forschungsbefunde, lernunterstützende Methoden und Maßnahmen sowie praktische Anweisungen für den Unterricht verwiesen, welche die zentrale Funktion musikalischer Erziehung in den Vordergrund rücken. (aus dem Vorwort von Petra Hecht)


Editorial

 

Klang und Stimme im Unterricht – Kinder brauchen Musik

Im vom Coronavirus schwer betroffenen Nachbarland Italien konnte man in den Medien verfolgen, wie die Menschen einander Trost spendeten, indem Sie auf Balkonen miteinander und füreinander musizierten.

In Österreich war der Musikunterricht mit der schrittweisen Öffnung der Schulen und den immer noch krisenbedingten Vorgaben zuerst nicht in den im Übergang zu einer Normalität zu unterrichtenden Fächerkanon aufgenommen worden. Nach einigen Diskussionen hatte man sich dann doch entschlossen, Musikunterricht zuzulassen.

Es freut uns, wenn wir mit diesem Heft gerade jetzt Bedeutsamkeit und Wichtigkeit von musischer Erziehung für die Entwicklung von Kindern aufzeigen und unterstreichen können. Deutlich wird diese Bedeutsamkeit im das gesamte Schulsystem leitenden § 2 des Schulorganisationsgesetzes, nach dem Schule in der Erfüllung ihrer Aufgaben Schülerinnen und Schüler unter anderem dazu befähigen soll, am Kulturleben teilnehmen zu können und sich dem Wahren, Guten und Schönen auch in diesem Zusammenhang lernen hinzugeben. Unterrichtsprinzipien und Lehrpläne konkretisieren darüber hinaus die Ansprüche, aber auch die Möglichkeiten musischer Erziehung.

Anliegen dieses Heftes ist es vor allem deutlich zu machen, wie wichtig musische Erziehung für das Lernen der Schülerinnen und Schüler ist und welch hoher Stellenwert ihr für das Individuum, aber auch für die Schule und über die Schule hinaus einzuräumen ist. Gegen den häufigen Usus in diesem Zusammenhang von Neben- und Hauptfächern zu reden, Wertigkeiten zu definieren und dadurch manches wichtige Anliegen wie die musische Bildung in den Hintergrund zu drängen, wollen wir mit der Wahl dieses Schwerpunkt-themas anschreiben.

Das Heft legt den inhaltlichen Fokus vor allem auf die Volksschule und gibt dem Musizieren und Singen breiten Raum. Es bietet Theoriebefunde und Unterstützung für eine gelingende Praxis musikalischer Bildung per Rhythmus, Stimme, Gesang und Instrument.


Article Summaries

 

Evelyn Fink-Mennel

Kinder brauchen auch … Volkslieder – Ressourcenorientiertes Anknüpfen an die musikalische Lernbiografie im Grundschulalter

Summary: Dieser Beitrag ist aus der Sicht der Volksmusikforscherin und Pädagogin verfasst, die selbst aktiv an Grundschulen Musikstunden mit Kindern gestaltet. Dabei steht das „Singen“ und Repertoire aus der Volksmusik im Mittelpunkt (Lieder, Jodler, Reime, Tänze, Bewegungsspiele). Warum das Stilfeld Volksmusik (als Repertoirekosmos sensomotorischer Spiele) im Grundschulalter besonderes Potenzial für gelingendes Lernen und das ressourcenorientierte Anknüpfen an die Lernbiografien der Kinder hat, wird anhand aktueller entwicklungspsychologischer Literatur wissenschaftsbezogen vorgestellt. Zwei Beispiele aus der Schulpraxis liefern schließlich die anschauliche Umsetzung zur Theoriebildung.

 

Ingrid Achorner

Klingen, Spüren, Schwingen – Pädagogischer Einsatz von Klangschalen in inklusiven Settings

Summary: Klänge, Töne und Musik kennen keine Grenzen und sind von Grund auf immer inklusiv und für alle Menschen geeignet. Durch das gemeinsame Erleben und Spüren von Klängen, besonders im sozio-ökonomischen und inklusiven Kontext, wird Respekt, Toleranz und soziale Kompetenz gefördert. Mit der Arbeit mit Klangschalen kann daher im Unterricht ein voraussetzungsloses Angebot geschaffen werden, bei dem kein „musikalisches Talent“ oder irgendwelche Vorkenntnisse notwendig sind. Im folgenden Artikel wird beschrieben, wie die Anwendung von Klängen der Klangschale das Lernen neurophysiologisch (Spitzer, 2007 / Hüther, 2016) bzw. neuropsychologisch (Hess / Ross, 2010) positiv beeinflusst. Außerdem wird aufgezeigt, wie Klangschalen im praktischen, inklusiven Unterricht und im pädagogischen Alltag eingesetzt werden können (Hess / Zurek, 2013 / Draxler-Zenz, 2016 / Meyer, 2016).

 

Béatrice Gründler

Schläft ein Lied in allen Dingen – Vom Experimentieren mit Klängen zum Musizieren

Summary: Musizieren ist eine komplexe Handlung mit vielen Aspekten. Wo beginnt der Weg dahin und wie gelangen wir mit einer Klasse zu einem harmonischen Zusammenspiel? Musizieren ist einer der Kompetenzbereiche im Lehrplan, der wie alle anderen handlungsorientiert gefördert werden soll. Dazu gehört auch, dass Kinder die bunte Welt der vielfältigen Klangfarben erleben, kennenlernen und damit gestalterisch umgehen lernen. In einem Projekt in der Schweiz mit Schwerpunkt Musizieren auf der Eingangsstufe wurde mit inspirierenden Methoden und Materialien ein Raum zum Experimentieren geschaffen, sodass Kinder auf dem Boden dieser elementaren Erlebnisse den Zugang zu den unterschiedlichen Klangerzeugungen und Instrumenten erhielten. Der Weg führte dann weiter ins Üben, Improvisieren, Arrangieren, Komponieren, Leiten bis hin zur Performance.

 

Markus Mathà

Klassenmusizieren und Instrumentalmusik im Kontext

Summary: Es ist naheliegend, dass jene Kinder, die ein Instrument spielen, beim Klassenmusizieren ihre eigenen Instrumente einsetzen. So können Musikstücke einerseits an Klangvielfalt gewinnen und andererseits von den musikalischen Fertigkeiten der Instrumentalisten profitieren. In der Praxis wird diese Vielfalt allerdings wenig gelebt, weil die entsprechenden Noten für die Instrumente fehlen, welche transpo-nierend oder in anderen Schlüsseln notiert werden. Dieser Beitrag bietet drei Arrangements von aktuellen Kinderliedern mit dem entsprechenden Notenmaterial. So können weitere Instrumente gewinnbringend in das Klassenmusizieren integriert werden.

 

Gilbert Flecker – Doris Leipold

Singen – Staunen – Sprechen. Musik trifft Sprachheilpädagogik

Summary: Das an der Pädagogischen Hochschule Steiermark durchgeführte Forschungsprojekt „Singen – Staunen – Sprechen“ hatte zum Ziel, durch den altersadäquaten und strukturierten Einsatz von Musik, Rhythmik und Bewegung, Kinder mit Unterstützungsbedarf in den Bereichen Sprache/Kommunikation zu fördern. In Kooperation mit der Sprachheilpädagogik sollten durch aktives und gezieltes Training musikalischer Verarbeitungsleistungen Synergieeffekte erzielt und Kinder mit Sprachauffälligkeiten ganzheitlich begleitet werden. An oberster Stelle stand dabei die Freude an Musik, Sprache und Bewegung.

 

Magdalena Berchtold – Maria Brugger

Musik im Wort – ein Reimspiel als Hilfe für das schnelle und sichere Lesen

Summary: Prosodische Aspekte von Sprache finden im Deutschunterricht auf der Primarstufe bislang wenig Beachtung. Der Rhythmus und die Melodie der Sprache sind jedoch wichtige Faktoren beim Lesen und Schreiben, denn sie werden in der Orthographie angezeigt. Im Vordergrund dieses Beitrags steht das spielerische, aber strukturierte Lesenlernen unter Berücksichtigung der prototypisch deutschen Wortform mit ihrem Rhythmus betont – unbetont: dem Trochäus.

 

Elke Kikelj-Schwald – Pia Frick

Durch Prosodie und Rhythmus zur Sprache

Summary: In einem Unterrichtsprojekt in einer Deutschförderklasse mit acht Kindern wird aufgezeigt, inwiefern der Einsatz von ausgesuchten und didaktisierten Kinderliedern günstig auf die sprachliche Entwicklung von Kindern wirken kann. Durch stete Beobachtung und Reflexion des unterrichtlichen Tuns soll Kompetenz in verschiedenen sprachlichen Bereichen, bezogen auf die Basisqualifikationen nach Ehlich (2008), angestoßen werden. Der Beitrag formuliert eingangs die theoretischen Grundlagen zu Prosodie und Rhythmus und zeigt im Anschluss, wie das Lernen von Sprache durch eine didaktische Intervention mit Liedern spielerisch angeregt werden kann.

 

Julia Wieneke

Kooperationsformen im Klassenmusizieren – Einblicke in Forschung und Praxis

Summary: Die Kooperation zwischen Musikschulen und Schulen bietet auch in Österreich viele neue Möglichkeiten für musikalische Angebote. Während in Deutschland die Einrichtung von Profilen des gemeinsamen Musizierens im regulären Musikunterricht inzwischen zum „guten Bild“ fast jeder Schule gehört, gibt es in Österreich noch verhältnismäßig wenige Kooperationsprojekte. Der Artikel arbeitet ausgehend von der Broschüre des damaligen BMUKK aus 2013 mögliche Formate der Zusammenarbeit im Klassenmusizieren heraus, stellt aber auch die Modelle an deutschen Grund- und Sekundarstufenklassen vor. Berichtet wird von ermutigenden Ergebnissen der empirischen Bildungsforschung in Bezug auf das musikalisch-kognitive und stimmphysiologische Lernen von SchülerInnen im Klassenmusizieren. Im Anschluss werden vier beispielhafte Profile in Schulen mit Bläser- und Chorklassen in Österreich vorgestellt und einige Überlegungen zur Einrichtung solcher Kooperationen angeschlossen.

 

Marianne Gappmaier

Die Pädagogischen Musikbandbreiten als Erfahrungsraum

Ästhetische Erfahrung in Konzerten für Kinder und Jugendliche

Summary: Der folgende Beitrag widmet sich ästhetischen Erfahrungen als Basis für schulisches Lernen und dem Konzept des Erfahrungslernens nach dem Pädagogen und Philosophen John Dewey. Was sind ästhetische und qualitätsvolle Erfahrungen und was zeichnet sie aus? Wie kann man Erfahrungslernen initiieren? Die Antworten auf diese Fragen führen zum Konzert als Nährboden für qualitativ hochwertige Erfahrungen. Die offenkundige Verbindung zwischen ästhetischer Erfahrung und Konzerten für Kinder und Jugendliche wird aufgezeigt. Daran anschließend wird das Projekt „Pädagogische Musikbandbreiten“ der PSF Big Band der PH der Diözese Linz vorgestellt und auf die Ermöglichung ästhetischer Erfahrungen und Erfahrungslernen hin analysiert.

 

Doris Glatter-Götz

Kooperationen von Musikschulen mit Pflichtschulen am Beispiel Lustenau

Wieso, wie und wie weiter? – ein Erfahrungsbericht

Summary: Kooperationen von Musikschulen mit Pflichtschulen boomen in den letzten Jahren. Der Bericht zeigt am Beispiel Lustenau die Kooperationen mit den Volksschulen, dem Sonderpädagogischen Zentrum und mit einer Mittelschule im Bereich Elementares Musizieren und beleuchtet die Ausgangslage, Projektierung, Grundlagen, Ziele und Chancen, Implementierung, Erfahrungen, Stärken, Schwächen und gibt einen Ausblick auf Weiterentwicklungen.

 

Magdalena Fingerlos – Michaela Maschek

Superar – den Kindern eine Stimme geben

Ein soziales Bildungsprojekt stellt sich vor und lässt Kinder zu Wort kommen

Summary: Durch kostenfreien und hochwertigen Musikunterricht in den Fächern Chor, Orchester und Musical versucht der gemeinnützige Verein Superar, soziale, religiöse und nationale Grenzen zu überwinden und somit einer Exklusion proaktiv entgegenzuwirken. Superar arbeitet mit den heterogenen Lebensrealitäten von Kindern und Jugendlichen im Schulkontext und in außerschulischen Programmen - regelmäßiges gemeinsames Musi¬zieren bildet daher nicht nur die Stimme und das Musikverständnis der Teilnehmenden, die positive Erfahrung eines gemeinsamen Schaffensprozesses stärkt auch die Chancen der Kinder und Jugendlichen, in der Gesellschaft von Morgen als eigenständige und verantwortungsvolle Bürger*innen zu agieren. In diesem Artikel werden die grundlegenden Unterrichtsprinzipien und Auswirkungen dieses Musikprogramms erklärt und die Stimmen der Kinder und teilnehmenden Lehrer*innen gehört.

 

Angelika Bacher

Von diversen Hörkulturen zum Kultur-Hören und Kultur-Gestalten

Summary: Studierende der Ausbildung zum Lehramt für die Primarstufe bewegen sich in unterschiedlichen musikalischen Lebenswelten und komplexen Klanglandschaften. Zunehmende musikalische Diversität, situative Aktualität und nahezu uneingeschränkte Verfügbarkeit des Angebotes sind prägende Merkmale dieser individuellen, emotional-assoziativ ausgerichteten Hörkulturen. Im Professionalisierungsprozess der zukünftigen Pädagog*innen braucht es inszenierte Gelegenheiten, Erfahrungen und Verlockungen sowie gezielte Motivation und pädagogischen Enthusiasmus für einen meist herausfordernden Weg von der vorbewussten musikalischen Rezeptionskultur hin zum bewussten Kultur-Hören und aktiven Kultur-Gestalten in der pädagogischen Praxis.

 

Martin Wieser

Musikunterricht, Motivation und schulische Leistung

Summary: In den letzten Jahren hat sich das Thema Musik und schulische Leistung im wissenschaftlichen Diskurs (Hallam, 2010) immer stärker verankert. Es sind nicht zuletzt Aussagen wie Musik macht intelligenter, die zu einem steigenden Interesse an dieser Thematik geführt haben. Im vorliegenden Beitrag soll ein kurzer Überblick über den Forschungsstand und den Zusammenhang zwischen Musiklernen und schulischen Leistungen dargestellt werden. Darüber hinaus soll ein zentraler Aspekt hinsichtlich des Musiklernens hervorgehoben werden – die Motivation. Auf der theoretischen Grundlage der Selbst-bestimmungstheorie (Ryan & Deci, 2017) werden Bedingungen und Aspekte für eine positive motivationale Entwicklung behandelt. Dabei soll vor allem die Rolle der Lehr¬person näher beleuchtet werden.

 

Petra Hecht – Ulla Gratt

Was haben Musik und Lernen gemeinsam? Zur Unterstützung des Sozial- und Lernverhaltens in der Volksschule

Summary: Der vorliegende Beitrag widmet sich einem Forschungsvorhaben, in dem die Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern an einem Chorprojekt durch die Pädagogische Hochschule Vorarlberg wissenschaftlich begleitet wird. Die Leitung des Chorsingens obliegt der Musikvermittlungsinitiative SUPERAR2, die mit ihrem Programm Bildungs- und Integrationsarbeit verfolgt. In der Studie, die an der Volksschule Augasse3 in Bregenz durchgeführt wird, interessieren die möglichen Auswirkungen durch die Mitwirkung im Chor auf das Sozial- und Lernverhalten der beteiligten Kinder. Der Beitrag beleuchtet in diesem Zusammenhang den gesellschaftspolitischen Stellenwert des Faches Musik und setzt diesen mit dem Lehrplan der Volksschule in Bezug. Ziel und Anliegen der Studie ist es aufzuzeigen, inwiefern regelmäßiges Chorsingen Kinder in ihrem Lernen und auch in ihrer sozialen Entwicklung unterstützen kann. Erste Befunde, die auf Einschätzungen der Lehrpersonen basieren, lassen in einem Zeitraum von sieben Monaten bei den Kindern keine signifikanten Veränderungen in der sozialen Entwicklung und beim Lernen erkennen, eine detaillierte Betrachtung der Skalen verweist auf Veränderungen in Teilaspekten.

 

Aus Theorie und Praxis

 

Tamara Katschnig – Martin Auferbauer – Judith Prorok – Isabel Wanitschek

Sie kamen, sahen und lehrten – doch wer sind sie?

Perspektiven zum Rollenverständnis von Lehrerfortbildner*innen an Pädagogischen Hochschulen in Österreich

Summary: Trotz der großen Erwartungen an die Fortbildung von Lehrpersonen (etwa hinsichtlich der Herausforderung von Differenzierung und Individualisierung vor dem Hintergrund zunehmend diverser Klassenzusammensetzungen, der Herausforderungen aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen, aber auch hinsichtlich des Nachvollziehens fachdidaktischer und fachwissenschaftlicher Entwicklungen), gibt es bis dato wenig Auseinandersetzung mit dem Rollen- und Professionsverständnis jener Personen, die diese Fortbildungen durchführen. Auf dieser Grundlage beleuchtet dieser Beitrag die Perspektive der Lehrerfortbildner*innen, welche in einem qualitativ-empirischen Forschungsprojekt erhoben wurde.

 

Verena Müller – Michael Nader

Berufsdarstellungen in Sachunterrichtsbüchern der Volksschule

Summary: Die Volksschule zählt zur ersten Institution, in der Kinder systematisch in die Welt der Berufe geführt werden. Der österreichische Lehrplan der Volksschule gibt speziell dafür im Sachunterricht den inhaltlichen Rahmen vor. Sachunterrichtsbücher unterstützen Lehrpersonen bei der Umsetzung der Lernziele. Den Büchern kann durchaus eine steuernde Wirkung zuerkannt werden, was die Bildung von Berufsvorstellungen, -wünschen und -stereotypen betrifft. Nun wird der Frage nachgegangen, welche Berufsbilder und -vorstellungen von Schulbüchern im Unterrichtsgegenstand Sachunterricht in der Primarstufe vermittelt werden. Auf Basis einer quantitativen Inhaltsanalyse in den in Österreich appro-bierten Werken des Schuljahres 2017/18 werden die häufigsten Darstellungen von Berufen deskriptiv dargestellt und beschrieben.

 

Jörg Spenger – Tamara Katschnig – Lisa Wistermayer

"Under Pressure“ – Berufsbelastungen von Lehrerinnen und Lehrern aller Schultypen in Wien und Niederösterreich

Summary: Das Ziel der vorliegenden Studie war es, herauszufinden, welchen Belastungen Lehrpersonen in welchem Ausmaß ausgesetzt sind, ob sich diese in Abhängigkeit von verschiedenen Variablen unterscheiden, was die Lehrkräfte als Ursachen für diese Belastungen ausmachen, wie sie mit dem Stress und den Belastungen umgehen und welche Erwartungen sie an das „System Schule“ haben. Die Studie soll Berufsvollzugsprobleme im Lehrberuf und deren Ursachen aufdecken und möglichst Ansatzpunkte für Stakeholder und Entscheidungsträgerinnen und -träger im Bildungswesen, aber auch für die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften, bieten, damit evidenzbasierte Entscheidungen zur Optimierung der Situation getroffen werden können. Insgesamt nahmen 4562 Lehrpersonen – vorwiegend aus Niederösterreich – an der Befragung teil. Die Ergebnisse liefern deutliche Hinweise für die Bildungspolitik, was unternommen werden sollte, um die Situation für die betroffenen Lehrpersonen zu verbessern, wovon schließlich das gesamte Schulsystem profitieren dürfte.

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