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Erziehung & Unterricht 2020 | 9+10

Teilschwerpunkt 1: Lehrer/innen-Kompetenz

Teilschwerpunkt 2: Lesen und Schreiben in digitalen Kontexten

Lehrpersonen gelten als höchst bedeutsame Determinanten erfolgreicher schulischer Prozesse. Worauf es bei den Lehrkräften tatsächlich ankommt, wie vielfältig die Ansprüche sind, wie herausfordernd es ist eine gute Lehrerin, ein guter Lehrer zu werden und es auch zu bleiben, damit beschäftigt sich der erste Teilschwerpunkt ausführlich und in vielen Facetten. Der zweite Teilschwerpunkt geht der Frage nach, wie Digitalisierung für das Lesen und Schreiben, für Lese- und Schreibdidaktik, für Leseförderung und Literaturvermittlung in der Schule nutzbar gemacht werden kann.


Article Summaries

Themenschwerpunkt 1: Lehrer/innen-Kompetenz
oder … auf die Lehrerinnen und Lehrer kommt es an
Koordination: Rudolf Beer

 

Anne Frey – Silvia Pichler

Kompetenzen von Lehrpersonen im Rahmen der neugestalteten Berufseinstiegsphase (Induktion)

Summary: Um die Professionalisierung von Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern zu unterstützen, wurde in Österreich eine einjährige Induktion eingeführt, die als wesentliche Elemente induktionsspezifische Fortbildungen und ein individuelles Mentoring enthält. Der vorliegende Beitrag stellt die Begleitforschungen in Vorarlberg mit dem Fokus auf die Kompetenzen der Berufseinsteiger*innen dar. Die Untersuchungen basieren auf dem empirisch entwickelten Modell von vier beruflichen Entwicklungsaufgaben und können zeigen, dass sich die Kompetenzen innerhalb des ersten Dienstjahres positiv entwickeln. Ein Vergleich der Kompetenzeinschätzungen in der Selbstwahrnehmung durch die Berufseinsteiger*innen und in der Fremdperspektive durch die Mentorinnen und Mentoren ergab dabei hohe Übereinstimmungen. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass insbesondere die individuelle und schüler*innenorientierte Unterrichtsgestaltung eine Herausforderung für die Berufseinsteiger*innen darstellt, was Implikationen für die Lehrer*innenbildung indiziert, um genau hier die Kompetenzentwicklung zu fördern.

 

Sandra Zulliger – Alois Buholzer

Pädagogisch-psychologisches Wissen von Lehrpersonen zu formativem Assessment

Summary: Formatives Assessment kann zur Optimierung von Lehr- und Lernprozessen im Unterricht beitragen. Inwieweit Lehrpersonen über das dafür nötige pädagogisch-psychologische Wissen verfügen, wird anhand einer Teilstudie aus dem TUFA-Projekt („Teachers’ Use of Formative Assessment“) aufgezeigt. Die Ergebnisse der Auswertung der Antworten auf drei offenen Fragen zeigen, dass die 52 befragten Lehrpersonen die Bedeutung und die Funktion von Wissen aus formativen Lernstandserfassungen für den Lernprozess und die Unterrichtsadaption erkennen und benennen können. Eher wenig Wissen scheinen die befragten Lehrpersonen hingegen in Bezug auf die Unterstützung von individuellen Lernprozessen zu besitzen.

 

Julia Košinár und Corinne Wyss

Reflexionskompetenz: Ausdruck lehrberuflicher Professionalität und Fähigkeit zu deren Anbahnung

Summary: Der Begriff „Reflexion“ wurde vor einigen Jahrzehnten in die Bildungswissenschaften aufgenommen und ist heute international ein fester Bestandteil der Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Es wird davon ausgegangen, dass Reflexionskompetenz einerseits das eigene Lernen und damit die berufliche Entwicklung unterstützt und andererseits ein wesentliches Merkmal lehrberuflicher Professionalität darstellt. Im vorliegenden Beitrag wird das komplexe Konzept von Reflexion ergründet, im Kontext ausgewählter Konzepte der Lehrerinnen- und Lehrerbildung diskutiert und es werden Möglichkeiten zu deren Beurteilung und Förderung erläutert.

 

Christoph Eichhorn – Gabriele Beer

Beziehungskompetenz von Lehrpersonen – Gute Beziehungen aufbauen

Summary: Gute Beziehungen zu unseren Schülerinnen und Schülern legen die Basis, auf der guter Unterricht aufbaut. Sie sind sogar wirksamer als Präventionsprogramme zur Reduzierung aggressiven Verhaltens von Schülerinnen und Schülern (Obsuth, et al., 2016). Zu vielen Schülerinnen und Schülern ist der Beziehungsaufbau einfach – zu anderen Schwerstarbeit. Gerade dann ist aber eine gute Beziehung besonders wichtig. Der Beitrag gibt Anregungen, was Sie tun können, um zu Schülerinnen und Schülern mit herausforderndem Verhalten eine Beziehung aufzubauen.

 

Susanne Roßnagl – Gabriele Beer

Analyse von Beziehungskompetenzen Lehramtsstudierender als Basis für Coachings zur Gestaltung pädagogischer Beziehungen

Summary: Der vorliegende Beitrag fokussiert die Bedeutung der Beziehungskompetenz von angehenden Lehrpersonen. Diese wurden über Einschätzungen bei Studierenden der Primarstufe zur Lehrer*innen-Schüler*innen-Beziehung, der Verhaltenssteuerung, den Selbstwirksamkeitserwartungen sowie den sozial-emotionalen Kompetenzen erhoben. Mit Hilfe einer typenbildenden Clusteranalyse wurden Studierende mit ähnlichen Profilen zu Gruppen zusammengefasst. Es ließen sich drei unterschiedliche Studierendentypen (Cluster) identifizieren, wobei eine ein „kritisches“ Profil zeigte. Im Wissen um die große Bedeutsamkeit einer hochwertigen Lehrer*innen-Schüler*innen-Beziehung ist es notwendig, die angehenden Lehrpersonen dahingehend zu informieren, zu sensibilisieren und gegebenenfalls auch individuell zu begleiten. In der vorliegenden Stichprobe würden im Besonderen die sieben Studierenden der ‚Risikogruppe‘ für einen vertieften Coachingprozess im Zuge der Lehramtsausbildung in Frage kommen.

 

Rudolf Beer

Inklusive Kompetenz — Attitudes, Skills und Knowledge von Pädagoginnen und Pädagogen

Summary: Lehrerinnen und Lehrer gelten als bedeutsame Determinanten gelungener Lern- und Erziehungsprozesse. Dies gilt für inklusive Bildungsprozesse im Besonderen. Inklusive Kompetenz ist Voraussetzung und gleichzeitig Ziel inklusiver Bildung in einer inklusiven Schule. Die Umgestaltung des österreichischen Schulsystems in diesem Sinne braucht belastbare Rahmenbedingungen genauso wie kompetente Lehrkräfte. Ein erfolgversprechender Ansatz führt über eine inklusive Schulentwicklung. Eine inklusive Aus- und Fortbildung der Lehrer/innen ist unabdingbar. Der Blick richtet sich hierbei auf Attitudes, Skills und Knowledge von Pädagoginnen und Pädagogen.

 

Petra Koder

Perspektiven in der Schüler/in-Lehrer/in-Kommunikation anhand des Modells „Philosophieren mit Kindern“

Summary: Der Beitrag setzt Impulse für eine gelingende Kommunikation zwischen Lehrpersonen und Kindern. Es werden kommunikative Kompetenzen eingefordert, die eine symmetrische, gleichberechtigte, verantwortungs- und verständnisvolle, aber auch authentische und emphatische Kommunikation ermöglichen.
Anhand des Modells Philosophieren mit Kindern (PMK) wird aufgezeigt, wie die persönliche Argumentationsdominanz eingeschränkt werden kann, um aus Kindern selbstständig denkende, kritische Köpfe zu machen.

 

Ursula Ungerböck

Die kompetente Lehrperson – Authentizität – Empathie – Wertschätzung
– notwendige und hinreichende Qualitäten in der Lehrer/in-Schüler/in-Beziehung

Summary: Lebt ein/e Lehrer/in die Haltung der Authentizität, der Wertschätzung und der Empathie, beginnt sich der Umgang mit dem/der Schüler/in, den Eltern und der Bewertung, insbesondere mit Noten, zu ändern. Der/die Lehrer/in handelt aus seiner/ihrer Authentizität heraus und trägt durch empathische, wertschätzende Kommunikation zu einem Lernen bei, das den ganzen Menschen berührt und in seiner Einstellung zum Lernen verändert. Signifikantes, bedeutungsvolles und auf Erfahrung beruhendes Lernen fördert die Lernmotivation des/der Schülerin. Der/die Schüler/in erlebt sich in seiner/ihrer Selbstwirksamkeit, in seinen/ihren Begabungen und Schwächen und entwickelt damit eine innere Bewertungsinstanz.


Themenschwerpunkt 2: Lesen und Schreiben in digitalen Kontexten
Lese- und schreibdidaktische Überlegungen und Anwendungsbeispiele im Kontext digitalisierter Textwelten
Koordination: Christian Aspalter – Gerhard Falschlehner – Doris Kurtagic-Heindl

 

Matthis Kepser

Digitales Schreiben und Lesen – Herausforderungen (nicht nur) für den Deutschunterricht

Summary: Der Beitrag gibt einen Überblick zu den „new literacies“, die im Kontext digitalen Schreibens und Lesens an den Schulen im Allgemeinen und speziell im Deutschunterricht zu vermitteln sind. Ausgehend von einer kritischen Betrachtung der Forschungslage werden für beide Lernbereiche differenzierte Kompetenzbeschreibungen vorgeschlagen.

 

Petra Missomelius

Analog/digital als produktive Differenz
Medienwissenschaftliche Überlegungen für Unterricht im Hinblick auf mündige „digital Literacy“

Summary: Der Beitrag skizziert die aktuelle medienwissenschaftliche Forschungslage zu veränderten Praktiken des Lesens und des Schreibens. Das grundlegende Verständnis von Digitalität, welches die Veränderung von Kulturtechniken berücksichtigt, ermöglicht einen ganzheitlichen Umgang von Bildungsinstitutionen mit den aktuellen medialen Herausforderungen. Die Reflexion dieser Veränderungen, die landläufig mit dem Begriff des digitalen Wandels bezeichnet werden, bildet die Grundlage für eine fundierte Vermittlung von „digital Literacy“, welche sich jenseits der Oberfläche schulischer Medientechnologie-Nutzung bewegt und Grundlagen sowie Notwendigkeiten des Lehrens und Lernens unter den Bedingungen der Digitalität betrifft.

 

Christian Aspalter, Wolfgang Lenhard, Stefanie Jörgl, Alexander von Spinn

ELFE II: Praktikable Lesediagnostik „Made in Germany“ für österreichische Schüler*innen?

Summary: Der Beitrag befasst sich ausgehend von der aktuellen Forderung in Österreich nach evidenzbasierter Leseförderung mit dem Lesetest ELFE II und der Frage nach der Gültigkeit seiner Normwerte für österreichische Schüler*innen. Eine ausreichend große Stichprobe an österreichischen Schulen hat gezeigt, dass die regionalen Unterschiede in Bezug auf die Normwerttabellen in ELFE II insgesamt nicht signifikant sind. Die bestehenden Normwerte liefern damit auch für österreichische Schüler*innen gültige Vergleichswerte.

 

Claudia Moser

Das Bilderbuch – ein Medium zur Förderung digitaler Basiskompetenzen

Summary: Die Herausforderungen an den Bildungsbereich sind nicht zuletzt durch die rasante technologische Entwicklung in den letzten Jahren massiv gestiegen. Der Bildungsbereich hat sich dieser Herausforderung zu stellen und Möglichkeiten zur Förderung der Kinder in ihren Basiskompetenzen aufzugreifen. Dazu soll das Medium Bilderbuch in den Fokus genommen werden, um aufzuzeigen, welchen Beitrag dieses hinsichtlich der Entwicklung von digitalen Basiskompetenzen zu leisten vermag.

 

Lisa Paleczek

RegioDiff: Digital und analog regionales Wissen aneignen

Summary: Im vorliegenden Beitrag werden zwei Projektphasen des Projekts RegioDiff vorgestellt und diskutiert. RegioDiff hat zum Ziel, Wissen über die eigene Region aufzubereiten und zu vermitteln. Differenzierte Sachunterrichtstexte, die sich mit den Besonderheiten steirischer Regionen auseinandersetzen, werden gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe (8. Schulstufe) anhand kooperativer Lernmethoden entwickelt, um dann in der vierten Schulstufe (Grundschule) zum Einsatz zu kommen. Die Hälfte der Grundschulklassen bearbeitet diese Materialien in Print und die andere Hälfte in einer digitalen Lernumgebung, um herauszufinden, was von den Kindern besser angenommen wird und womit eine höhere Lernleistung erzielt werden kann. Die Texte werden an die Leseleistung der Kinder angepasst und mit Wortschatzarbeit, Lesestrategiearbeit und differenzierten Aufgaben angeboten.

 

Elke Höfler

Die Lesarten der Videos der Influencer*innen

Summary: Soziale Netzwerke sind für Schüler*innen heutzutage zu unersetzbaren Begleitern geworden. Sie nutzen sie nicht nur aus Gründen der Unterhaltung, sondern auch aus Gründen der Informationsbeschaffung. Einzelne YouTuber*innen haben diese Bedeutung erkannt und versorgen ihre Abonnent*innen seit einigen Jahren auf eigenen Kanälen in regelmäßigen Abständen mit sogenannten Vlogs, d.h. Blogbeiträgen in Videoform. Der Einfluss dieser sog. Influencer*innen auf die Jugendlichen bzw. deren Konsumverhalten wird von der JIM-Studie verdeutlicht. In diesem Beitrag sollen unterschiedliche Lesarten der Videos der Influencer*innen vorgestellt und am Beispiel der deutschen YouTuberin Bibi (BibisBeautyPalace) exemplifiziert werden. Dabei werden die Videos als symmediale Artefakte gesehen, die sich in einen weiten multimodalen Literaturbegriff einpassen und dem Anspruch des Lehrplans nach Authentizität, Lebensweltbezug und Medienbildung nachkommen.

 

Monika Harisch – Gerda Kysela-Schiemer

Lesen im Wandel neuer Medienumgebungen in der Primarstufe

Summary: Vor dem Hintergrund der Lesesozialisationsforschung, die nach jenen Prozessen und Dynamiken fragt, „die auf individuell-biografischer Ebene zur Entwicklung der Fähigkeit, Motivation und Praxis führen, geschriebene Sprache im Medienangebot zu rezipieren“ (Rosebrock, 2006, S. 443), stellt sich die Frage nach einem Wandel des Lesens und der Leseerziehung durch neue Medienumgebungen – bereits in der Volksschule. Medienverbundsysteme ermöglichen unter anderem Remediationen von Kinder- und Jugendliteratur sowie Primärproduktionen als Anwendungen etwa für Smartphones und Tablets: Theoriebasiert werden Aspekte von Lesesozialisation und -motivation beleuchtet und mediale Inszenierungsmöglichkeiten von literarischen Texten vorgestellt. Zudem wird die konkrete Gestaltung von Adaptable Books im Praxisfeld der Primarstufe aufgezeigt.

 

Doris Schönbaß

Vom Blättern zum Scrollen – Literaturunterricht auf dem Weg von „analog“ zu „digital“?

Summary: Die Omnipräsenz digitaler Texte prägt das gesamte alltägliche Leben, beruflich wie privat, und ist im Bereich der Informations- und Sachlektüre längst zur Selbstverständlichkeit geworden. Wie sehr sich der Trend zur Digitalität auch schon auf das literarische Lesen ausgedehnt hat und in den schulischen Literaturunterricht Eingang findet, ist eine Frage, die ebenso interessant ist wie jene, ob dies überhaupt wünschenswert sei. Zwei aktuelle Forschungsstudien haben die Einstellungen von Schüler/innen und angehenden Lehrpersonen zum digitalen Lesen und zur Nutzung digitaler (Lese-)Medien im Literaturunterricht untersucht.

 

Misia Sophia Doms

Texte im World Wide Web in Leichter und einfacher Sprache als diversitätsfreundliches Leseangebot in Schule und Hochschule

Summary: Menschen mit Leseschwierigkeiten, aber auch Personen mit limitierten Deutschkenntnissen können von Lektüreangeboten in Leichter und einfacher Sprache profitieren. Nach einer Einführung in die Konzepte sprachlicher Barrierefreiheit wird ein Überblick über das sprachlich barrierefreie Textangebot im Internet gegeben. Sodann wird dessen mögliche Rolle im inklusiven schulischen Kontext umrissen. Ein Ausblick reflektiert die Rolle der Leichten Sprache in der Pädagog*innenausbildung.

 

Linda Wöhrer – Susanne Martich – Doris Kurtagic-Heindl

Digitale Welten im literacyLAB der PH Wien

Summary: Das literacyLAB der PH Wien kann als Erweiterung einer modernen Schulbibliothek gesehen werden und fokussiert u.a. auf den Einsatz von digitalen Medien. Einerseits dienen digitale Tools Schülerinnen und Schülern als Lernmaterial für die Bearbeitung von Aufgaben, andererseits werden durch die Verwendung von technischem Equipment auch deren digitale Kompetenzen erweitert. Das literacyLAB ist aber auch ein Lernort für Lehrende und Forschende der PH Wien, die die Möglichkeit haben, diverse digitale Tools zu Diagnose- und Forschungszwecken zu nutzen.

 

Simone Naphegyi

Der „Rote-Faden-Text“ als Einstieg für digitale Hördetektive – ein Unterrichtskonzept

Summary: Mit dem nachfolgend beschriebenen Unterrichtskonzept soll aufgezeigt werden, wie es gelingen kann, mehrsprachigen Lernenden, die am Beginn des Deutscherwerbs stehen, eine adaptive und niederschwellige Möglichkeit zum Aufbau von literalen und literarischen Kompetenzen zu bieten.

 

Martina Müller

Liest du noch oder chattest du schon?
Lesen und Schreiben im Zeitalter von digi.komp und Co.

Summary: Lesen und Schreiben als Basiskompetenzen stehen im Fokus des Unterrichts der Grundschule. Mehr denn je unterliegen diese Kompetenzen, wie auch deren methodisch-didaktische Vermittlung, dem aktuellen medialen Wandel und eben dieser impliziert, unter Beachtung der bildungspolitischen Vorgaben, die gezielte Verankerung in den Curricula der Pädagogischen Hochschulen Österreichs. Modellhaft versucht dieser Beitrag die Umsetzung dieser Vorgaben im Rahmen der Lehre darzustellen.

 

Renate Hofmann – Florentine Paudel

Informations- und Kommunikationstechnologien zur Überwindung schriftsprachlicher Barrieren

Summary: Im internationalen Diskurs zu Information and Communications Techno¬logy (ICT) werden Möglichkeiten der Überwindung von Barrieren, die sich aufgrund von Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben ergeben, diskutiert. Dabei werden vor allem die kompensatorischen Möglichkeiten hervorgehoben. Daher soll sich dieser reflektierte Praxisbericht dieses Themas annehmen.

 

Florentine Paudel

Hörbücher – Möglichkeiten des Einsatzes im Unterricht der Primarstufe

Summary: Im Rahmen dieses Werkstattkurzberichtes werden Möglichkeiten des Einsatzes von Hörbüchern im Unterricht der Primarstufe vorgestellt. Dabei nimmt dieser Beitrag die ersten vier Schuljahre in den Blick und eröffnet verschiedene Handlungsmöglichkeiten, die Schüler*innen in der Entwicklung beim Lesen und Schreiben unterstützen können.


Aus Theorie und Praxis

Martina Rabl – Daniela Liegl – Sebastian Schuh

Politische Bildung und die Umsetzung der Bildungsziele gemäß den Forderungen des neuen Lehrplans 2016 für Geschichte / Sozialkunde und Politische Bildung auf der Sekundarstufe I

Summary: In diesem Artikel wird ein Abriss des Forschungsprojektes der KPH Wien / Krems zur Umsetzung der politischen Bildung und des veränderten Lehrplans 2016 in GSPB gegeben. Ziel des zweiteiligen Forschungsprojekts war es, die Schüler*innenperspektive – was Wissen, Interesse und Einstellung zu Politik betrifft, den Umgang der Lehrer*innen für GSPB mit dem neuen Lehrplan 2016 und die Umsetzung politischer Bildung allgemein zu beleuchten. Die Ergebnisse zeigen, dass bei den Schüler*innen Interesse an politischer Bildung vorhanden ist. Bei den Lehrer*innen steht vor allem die Zeitproblematik im Vordergrund. Im abschließenden Vergleich mit bisherigen Studien werden die momentane Situation und Wertigkeit dieses Bildungsbereichs aufgezeigt sowie Hindernisse und Chancen für die zukünftige Praxis offengelegt.

 

Simone Jablonski – Matthias Ludwig

„…weil ich es schön finde, wenn man was anderes als in der Schule macht“ –
Evaluation des außerschulischen Enrichment-programms „Junge Mathe-Adler Frankfurt“

Summary: Das Programm „Junge Mathe-Adler Frankfurt“ zielt auf eine langfristige, außerschulische Förderung mathematisch begabter Kinder ab. Im Artikel wird das Programm vorgestellt und hinsichtlich seiner anreichernden Funktionen, mathematischen Themen und Problemlösetätigkeiten evaluiert. Mithilfe eines Fragebogens, der von den teilnehmenden Kindern ausgefüllt wird, wird das Programm darüber hinaus mit dem regulären Mathematikunterricht der Kinder verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Projektziele in Hinblick auf die Themenwahl, das mathematische Arbeiten, insbesondere Problemlösen, und die Unterschiede zum regulären Mathematikunterricht zu großen Teilen erfüllt werden. Auf Basis der Beobachtungen werden Konsequenzen für die Förderung mathematischer Begabung formuliert.

 

Krisztina Kovács – Andrea Óhidy – Isabella Benischek – Rudolf Beer

Das öffentliche Schulwesen in drei Ländern – ein Vergleich

Summary: Die Bildungssysteme von Deutschland, Ungarn und Österreich weisen zahlreiche Gemeinsamkeiten, aber auch etliche Unterschiede auf. Der Artikel diskutiert die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des deutschen, österreichischen und ungarischen Bildungssystems im Vergleich. Die Länder wurden nach der Methode des „most-different-systems“-Ansatzes (Przeworski & Teune, 1970; Hörner, 1993) ausgewählt.

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